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Xiaomi Redmi Note 6 Pro Testbericht

Smartphones Xiaomi
88

Pro

  • hervorragende Akkulaufzeit
  • gute Verarbeitung
  • tolles Preis-Leistungs-Verhältnis
  • ordentliche Kamera
  • Bluetooth 5.0

Contra

  • Kein NFC
  • Micro USB Anschluss

Fazit

Im Test konnte das Xiaomi Redmi Note 6 Pro mit einer außerordentlich guten Akkuleistung, einem großen, hellen, scharfen und farbenfrohen Bildschirm sowie einer hervorragenden Verarbeitung glänzen. Besonders der Akku erwies sich als Marathonläufer – mehr zum Akku im ausführlichen Testbericht. Die Abmessungen und das hochwertige Metallgewand gehen etwas zu Lasten des Gewichts und der Handhabbarkeit – mit gewogenen 180g ist das Redmi Note 6 Pro kein echter Fettkloß, aber auch kein wirkliches Fliegengewicht. Xiaomi spricht mit dem diesem Gerät vermutlich ohnehin die Leute an, welche ein großes Gerät bevorzugen. Lediglich fehlendes NFC und der MicroUSB-Connector könnten dem Redmi Note 6 Pro negativ angehaftet werden. Davon abgesehen macht das Xiaomi Redmi Note 6 Pro haptisch und vor allem technisch viel her.
88
Akku - 98
Design & Verarbeitung - 90
Display - 90
Kamera - 85
Konnektivität & Verbindungen - 85
Performance - 80

Xiaomi hat sich von einem Hersteller, dessen Name in Europa lange Zeit vermutlich nur die wenigsten Menschen richtig aussprechen konnten, zum weltweit etablierten Smartphonehersteller gemausert. Obwohl Xiaomi kürzlich sein neues Flaggschiff, das mi 9, vorgestellt hat, soll der Fokus in diesem Bericht auf das Redmi Note 6 Pro liegen. Wir haben das Mittelklasse-Smartphone auf Herz und Nieren getestet und präsentieren im nachfolgenden Bericht gerne die Ergebnisse.

 

 

Preisvergleich

 


178,- €


zollfrei

Empfehlung

201,- €


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184,- €


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159,- €


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Design und Verarbeitung

Auf einen Aluminium Unibodygehäuse liegt das 6,26 Zoll große Display im 19:9 Format auf. Auf der Vorderseite sagen eine Dual-Frontkamera, eine Notch, Sensoren, die Hinweis-LED und die Hörmuschel hallo. Physische Tasten gibt es auf der Vorderseite des Redmi Note 6 Pro keine.

Die linke Seite wird nur von dem Einschub für wahlweise 2 Nano-Simkarten oder einer Nano-Simkarte und einer MicroSD-Karte eingenommen. Auf der rechten Seite des Redmi Note 6 Pro sind die Tasten fürs Ein- und Ausschalten sowie für die Lautstärkeregulierung untergekommen. Sollten sich Hersteller mal erbarmen und diese Tasten auf die linke Seite auslagern, viele Linkshändler würden sich sicher riesig freuen.

Ein 3,5mm Klinkenanschluss, ein Mikrofon und ein Infrarotsensor haben es auf die Geräteoberseite geschafft. Die meisten Hersteller scheinen den Infrarotsensor mittlerweile abgeschworen zu haben aber Xiaomi lässt den Infrarotsensor in vielen seiner Geräte weiterleben und liefert auf gleich die passende Fernbedienung-App dazu. Auf der Geräteunterseite sind verbaut: ein Mono-Lautsprecher, ein MicroUSB Connector und ein weiteres Mikrofon. Die Rückseite des Redmi Note 6 Pro bietet der Dual-Hauptkamera und dem LED-Blitz ein Zuhause.

Das Redmi Note 6 Pro ist kein Designmeisterstück geworden. Vielmehr hat es Xiaomi verstanden, sein Augenmerk auf die Verarbeitung zu legen.

 

 

Display

Das Display des Redmi Note 6 Pro löst mit 2280×1080 (entspricht FHD+) Pixeln auf und bei einer Displaygröße von 6,26 Zoll ergibt sich dadurch eine Pixeldichte von 403 PPI. In der Praxis reichten diese Werte aus, um alle Inhalte auf dem Display klar und deutlich zu erkennen. Der Hersteller gibt die Leuchtdichte des Displays mit 500nit an. Es gibt sicher Handydisplays die nominell mehr schaffen, aber in der Praxis reichte die Helligkeit immer aus, um Inhalte – selbst bei Sonneneinstrahlung – gut anzulesen zu können. Die Farbdarstellung war schon ab werk ganz gut eingestellt und konnte zusätzlich noch in den Einstellungen nach eigenem Belieben reguliert werden.

 

 

Leistung

Im Xiaomi Redmi Note 6 Pro arbeitet der Achtkernprozessor Snapdragon 636 aus dem Hause Qualcoom. Als Grafikzuspieler kommt Qualcooms Adreno 509 zu Einsatz. Der Prozessor des Redmi Note 6 Pro werkelt mit maximal 1,8 GHz pro Kern. Das Redmi Note 6 Pro kann in den Varianten 3 GB Ram und 32 GB Rom oder 4 GB Ram und 64 GB Rom erworben werden – das Testgerät lag in der größeren Variante (4/64) vor. Von den 64 GB Speicherplatz waren ab Werk schon 12,18 GB Speicher belegt und somit standen dem Anwender noch 51,19 GB zur freien Verfügung. Der Speicherplatz des Redmi Note 6 Pro lässt sich laut Hersteller zusätzlich um bis zu 256 GB erweitern. RAM und ROM lieferten eine gute Performance.

Mit den genannten Leistungsmerkmalen lief das Redmi Note 6 Pro im Alltag flüssig. Anwendungsszenarien wie Texten, Musik hören, Videos schauen, Surfen – auch im Multitasking – schulterte das Redmi Note 6 ohne Mühe. Auch zum Daddeln war das Redmi Note 6 Pro zu gebrauchen. Zwar liefen grafikintensive Spiele wie Asphalt nicht ganz ruckelfrei ab, aber man konnte sich den Arbeitsweg auch mit solchen grafisch aufwendigen Spielen frustfrei vertreiben.

 

Betriebssystem

Das Softwarefundament auf dem Redmi Note 6 Pro bildete Android 8.1 alias Android Oreo. Die Sicherheitsupdates hatten während der gesamten Testphase den Sand 2019-01. Xiaomi legt dem Basissystem noch seine eigene Oberfläche namens MIUI in der Version 10.2 (Global) drauf. Die Übersetzung ins Deutsche war durchweg gegeben und die Google-Dienste waren ab Werk am Start. Nach dem Auspacken musste also nur Deutschland/deutsch ausgewählt werden und nach der Anmeldung mit dem Google-Konto ging es auch gleich los.

Das Betriebssystem ist gespickt mit netten und hilfreichen Funktionen. Beispielsweise wird unter den sogenannten Toggles, die runden Knöpfe für Wlan, Taschenlampe und co. in der Statusleiste, der Tages- und Monatsverbrauch für mobile Daten angezeigt – da viele Netzanbieter hierzulande mit den Datenkontingent knausern, eine praktische Erweiterung. Außerdem können beispielsweise sensible Apps mit einer zusätzlichen Sperre belegt werden, um die Privatsphäre zu sichern, für den Fall, dass man sein Telefon mal entsperrt aus der Hand geben muss. Die Notch ließ sich ausblenden indem der Notch-Bereich durch einen schwarzen Ballen aufgefüllt wurde und dabei fiel auch auf, dass der Schwarzwert für ein LCD-Bildschirm ziemlich gut ausfiel. Auf Wunsch lassen sich über die Einstellungen auch die On-Screen-Tasten deaktivieren (zu finden in den Systemeinstellungen unter Vollbildanzeige), um das ohnehin schon großzügige Display noch weiter auszuschöpfen – bei Aktivierung der Vollbildanzeige werden die Funktionen der On-Screen-Tasten durch Gesten ersetzt.

Ein Highlight der Software ist das sogenannte Zweitprofil – hinter diesen unscheinbaren Namen verbirgt sich eine sehr nützliche Funktionalität. Mit dem Zweitprofil lassen sich dienstliches und privates Zeug räumlich voneinander trennen beziehungswiese man kann auf dem Redmi Note 6 Pro zwei autarke Systeme gleichzeitig betreiben.

 

 

Kamera

Die Dual-Hauptkamera kann Fotos mit 12 + 5 Megapixel schießen. Die Hauptlinse der Vorderkamera besitzt eine Blende von f/1.9 und die zweite Linse hat eine Blende von f/2,2. Videoaufnahmen schafft die Hauptkamera in FDH (1080p) mit 30 Bildern pro Sekunde und ist zudem mit einer elektrischen Bildstabilisierung ausgestattet. Die Dual-Vorderkamera kann Fotos mit 20 + 2 Megapixel knipsen. Die Hauptlinse der Vorderkamera besitzt eine Blende von f/2.0 und die sekundäre Linse der Vorderkamera kommt auf einen Blendenwert von f/2.2. Auch die Vorderkamera schafft Aufnahmen laut Einstellungen in FHD mit 30 Bildern pro Sekunde.

Zwar wird die Kamera des Redmi Note 6 Pro im renommierten Kameratest von DxOMark nie Erwähnung finden aber für Standardschnappschüsse war die Kamera echt ordentlich. Der Autofokus arbeitete schnell und zuverlässig und die Fotos waren zügig im Kasten. HDR und AI sorgten auf Wunsch für eine kräftigere Farbsättigung. Das Kamerainterface verfügt über einen manuellen Modus, in dem beispielweise Weißabgleich, Blende und ISO justiert werden können. Videoaufnahmen mit dem Redmi Note 6 Pro sind trotz der elektrischen Stabilisierung  nicht ganz ruckelfrei gewesen. Haupt- und Vorderkamera sind was Fotos und Videos angeht auf dem selben Level.

 

 

Konnektivität / Verbindungen / weitere Features

Auch in dieser Kategorie erlaubte sich das Xiaomi Redmi Note 6 Pro (fast) keine Schwächen. Mit Ausnahme von NFC ließen sich sämtliche Netzwerke und Funkstandards ansprechen und Qualität der Funkverbindungen war immer konstant gut. Auch zum Telefonieren eignete sich das Note 6 Pro bestens – man wurde immer gut verstanden und hat sein Gegenüber immer bestens verstanden. Das einzige was nicht klappte war, den Bildschirm auf einem SmartTV von Samsung zu spiegeln (Verbindungsversuch brach immer ab und die Ursache dafür war nicht ersichtlich). Fingerabdrucksensor und Gesichtserkennung arbeiteten zuverlässig, wobei die Gesichtserkennung erst durch das Ändern der Region verfügbar war. Eine weitere Folge durch das Ändern der Region war die Tatsache, dass sich anschließend weitere/andere vorinstallierte Apps wiederfanden. Die Anbindung weiterer Gerätschaften per OTG-Schnittstelle ist mit dem Redmi Note 6 Pro ebenfalls möglich. Ein UKW-Radio hat Xiaomi dem Redmi Note 6 Pro auch spendiert. Interessanterweise funktionierte das UKW-Radio auch ohne Headset, weswegen die Annahme erlaubt sei, dass die Antennen direkt im Gerät verbaut zu sein scheinen (üblicherweise ist ein angeschlossenes Headset zum Genuss von Analogradio erforderlich).

 

 

Akku

Der Akku des Redmi Note 6 Pro bereitete im Test große Freude. Mit einer Kapazität von 4000 mAh war die Erwartungshaltung auch entsprecht groß und wurde auch nicht enttäuscht, sondern noch übertroffen. Egal was für Anwendungsszenarien man anwendete, der Akku hielt immer über einen Tag. Xiaomi spricht auf der offiziellen Produktseite des Redmi Note 6 Pro von einer „4000mAh two-day battery“ und hat damit auch nicht zu hochgestapelt. Akkubenchmark und Akkuverbrauchdetails belegen die sehr gute Ausdauer des Akkus. Der Akku des Redmi Note 6 Pro kann zwar nur mit maximal 10 Watt – entspricht FastCharge-Technik der 1. Generation – aufgeladen werden, da eine Vollladung nie mehr als zwei Stunden dauerte und man den Akku wegen der guten Ausdauer ohnehin nicht so oft laden musste, war dieser Umstand gut verschmerzbar. Aufgrund er Metallverkleidung kann der Akku nicht drahtlos aufgeladen werden.

 

Lieferumfang

Wie von Xiaomi gewohnt kommt die Verpackung des Redmi Note 6 Pro knall Orange daher. Erwartungsgemäß befinden sich in der Verpackung die üblichen Verdächtigen. Es zeichnet sich in der Mittelklasse der Trend ab, dass den Geräten ein Schutzcase aber keine Kopfhörer mehr beigelegt werden – so auch beim Redmi Note 6 Pro. Das mitgelieferte Netzteil passt auf Anhieb in die Steckdose und das CE Zeichen findet sich sowohl am Gerät als auch auf der Verpackung wieder.

 

 

Preisvergleich

 


178,- €


zollfrei

Empfehlung

201,- €


zollfrei

184,- €


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159,- €


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Versand & Zoll

Der Versand nach Deutschland ist kostenlos und eure Ängste wegen dem Zoll sollten in diesem Fall unbegründert sein, weil Gearbest die Verzollung für euch vornimmt (Wenn ihr die Versandart „Priority Line: German Express“ bei der Bestellung wählt). Genaueres zum Versand & der Verzollung könnt ihr im Blog von GearBest.com nachlesen.

Somit wird das Paket bis zu eurer Haustür geliefert, ohne dass weitere Kosten anfallen



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Pro

  • hervorragende Akkulaufzeit
  • gute Verarbeitung
  • tolles Preis-Leistungs-Verhältnis
  • ordentliche Kamera
  • Bluetooth 5.0

Contra

  • Kein NFC
  • Micro USB Anschluss

Fazit

Im Test konnte das Xiaomi Redmi Note 6 Pro mit einer außerordentlich guten Akkuleistung, einem großen, hellen, scharfen und farbenfrohen Bildschirm sowie einer hervorragenden Verarbeitung glänzen. Besonders der Akku erwies sich als Marathonläufer – mehr zum Akku im ausführlichen Testbericht. Die Abmessungen und das hochwertige Metallgewand gehen etwas zu Lasten des Gewichts und der Handhabbarkeit – mit gewogenen 180g ist das Redmi Note 6 Pro kein echter Fettkloß, aber auch kein wirkliches Fliegengewicht. Xiaomi spricht mit dem diesem Gerät vermutlich ohnehin die Leute an, welche ein großes Gerät bevorzugen. Lediglich fehlendes NFC und der MicroUSB-Connector könnten dem Redmi Note 6 Pro negativ angehaftet werden. Davon abgesehen macht das Xiaomi Redmi Note 6 Pro haptisch und vor allem technisch viel her.
88
Akku - 98
Design & Verarbeitung - 90
Display - 90
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Tobias Hartmann
Hi, ich bin Tobias - Gründer und seit 2009 begeisterter Blogger auf tobias-hartmann.net! Mit Begeisterung berichte ich euch über Smartphones, Tablets & Notebooks aus China, versuche euch bei alltäglichen IT Problemen zu unterstützen und schreibe Anleitungen um euch zu helfen.