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VOYO V3 Pro Testbericht

Notebooks VOYO
80.8

Pro

  • sehr gute Akkulaufzeit (trotz falscher Herstellerangaben)
  • sehr gutes Touch Display
  • erweiterbarer Arbeitsspeicher
  • günstiges Einstiegs-Convertible
  • vollwertige Windows 10 Lizenz

Contra

  • relativ hohes Gewicht
  • immenses Bildrauschen der Webcam
  • kurzes Netzteil ohne USB Typ C
  • sehr schlechte Lautsprecher

Fazit

Wer ein günstiges Windows Convertible sucht, hat es mit dem VOYO V3 Pro gefunden. Von Office bis Multimedia lässt sich hier einiges anstellen bei einer ordentlichen Performance. Casual Games lassen sich auch im Tablet Modus schön spielen und Netflix Junkies kommen aufgrund des guten Displays auch auf ihre Kosten, ohne nach kurzer Zeit wieder an die Steckdose zu müssen.
80.8
Akku - 90
Design & Verarbeitung - 70
Display - 85
Konnektivität & Verbindungen - 85
Performance - 75
Touchpad & Tastatur - 80

Beim Kauf eines neues Gerätes stellt sich oftmals die Frage: Tablet oder Notebook? Hardware Tastatur oder doch lieber nur Toucheingabe? Mit einem Convertible hat sich hier nach dem Vorbild des Lenovo Yoga eine neue Sparte aufgetan und vereint beide Welten miteinander. Normale Notebooks lassen sich oftmals auch nur bedingt nach hinten aufklappen und Tablets stehen nicht von alleine in der gewünschten Position.

 

Preisvergleich

 


357,- €


zollfrei

Empfehlung

335,- €


zollfrei

325,- €


zollfrei

280,- €


zollfrei

 

 

Design und Verarbeitung

Das Gehäuse besteht aus glattem Kunststoff und macht auch einen auf den ersten Blick wertigen Eindruck. Beim näherer Betrachtung wird dieser auch nicht enttäuscht. Das Display lässt sich zwar etwas schwer aufklappen, hält dafür aber seine Position ohne jegliche Einwände. Das Gehäuse ist verwindungssteif. Hier knarzt rein gar nichts. Auf glatten Oberflächen halten 4 ausreichend große Gummistandfüße das Convertible fest in Position. Die Displayränder fallen für heutige Geräte recht groß aus. Allerdings verhindert dies auch Fehleingaben wenn man das Gerät im Tabletmodus verwendet und man somit nicht so leicht aus Versehen den Touchscreen berührt.

 

Der Fingerprint Sensor befindet sich rechts vom Touchpad und unterhalb der Pfeiltasten. Er hat einen silbernen Metallrahmen und macht einen hochwertigen Eindruck. In der Praxis funktionierte er nicht so gut wie erhofft und benötigte oft einen zweiten Versuch, bis er meinen Fingerabdruck erkannte.Der Lautstärkeregler an der linken Geräteseite besteht aus Kunststoff und hat wackelt etwas. Ebenso ist dies bei dem sich davor befindenden Power Knopf. Meiner Meinung nach ist der Power Knopf an einer ungünstigen Stelle verbaut. Mir ist es mehrmals passiert, dass ich das Gerät abgeschaltet habe, weil ich den Power Knopf im Tabletmodus versehentlich gedrückt habe.

Gegenüber befindet sich geriffelter Schieberegler aus Kunststoff, welcher die Hardwaretastatur bei Bedarf sperrt, um versehentliche Fehleingaben im Tabletmodus zu vermeiden. Dieser wirkt ebenfalls nicht sehr wertig und wackelt leicht. An der Unterseite des Bildschirms befindet sich ein Windows Logo, welches jedoch nicht als Windows- Taste fungiert. Der obere Deckel kommt ohne jegliches Logo daher nach dem Vorbild der Xiaomi Notebook Reihe. Die Unterseite ist mit Kreuzschlitzschrauben am Gerät angeschraubt und lässt sich somit ohne Spezialwerkzeug öffnen.

Die Maße von 33,3cm x 22cm bei einer Höhe von 2cm erinnern eher an ein normales Notebook als an ein hochpreisiges Convertible, welche deutlich dünner sind. Bei einem Gewicht von 1,66kg liegt das Gerät auch recht schwer in der Hand und trübt den Spielspaß vor allem im Tablet Modus, wenn z.B. bei Autorennspielrennen der Neigungssensor gebraucht wird und man dabei das Gerät frei halten muss.

 

 

Display

Das 13,3 Zoll große IPS Displays löst mit 1920×1080 Bildpunkten auf und ist glänzend. Die Helligkeit kann in Innenräumen überzeugen. Auf dem Balkon bei Sonneneinstrahlung tut man sich jedoch schwer, die Inhalte zu erkennen. Außerdem spiegelt es stark. Die Blickwinkelstabilität ist für diese Preisklasse sehr gut. Farben und Kontrast überzeugen auch im hohen Maße. Vor allem besitzt es jedoch eine sehr gleichmäßige Ausleuchtung des Bildschirms und zeigt keine störenden Lichthöfe. Die Eingabe mit dem Finger, als auch mit dem mitgelieferten Stift, funktioniert tadellos. Lediglich beim Zeichnen hängt der Stift ein wenig hinterher, was aber wohl nur professionelle Zeichner stören würde. Das Displays kann maximal 10 Eingabepunkte auf einmal erfassen.

 

Leistung / Betriebssystem

Im inneren verrichtet ein Intel Celeron N3450 Apollo Lake Prozessor sein Werk, ohne dass das Gerät dabei zu heiß wird. Die vier Rechenkerne takten mit einer Grundrate von 1,1 GHz, die einen Boost Mode von bis zu 2,2 GHz besitzen (Single Core Burst, Multi Core Burst max 2,1 GHz).  Die intergrierte Grafikkarte HD Graphics 500 unterstützt DirectX 12 als auch die hardwarebeschleunigte Wiedergabe von H.265 Videos (HEVC). Dieser Videocodec wird vor allem von Streaminganbietern genutzt um die Größe von Videos im Vergleich zum älteren H.264 Codec drastisch zu reduzieren bei einer vergleichbaren Videoqualität. Das Abspielen von 4K Videos läuft hierbei auch ohne Probleme, was man in diesem Preissegment eher selten findet. Der Arbeitsspeicher ist mit 8GB (DDR3L RAM) zeitgemäß und kann auf maximal 16GB erweitert werden.

Das Gerät eignet sich somit für alle Standardanwendungen wie Office, Internet und Multimedia. Für professionelle Video- und Bildbearbeitung hat das Convertible zu wenig Power unter der Haube. Multitasking funktioniert nur im eingeschränkten Maße aufgrund des energiesparenden Prozessors. Die verbaute M2 SSD mit einer Kapazität von 128GB ist standardmäßig in 2 Partition unterteilt. Dies kann zu Engpässen beim Speicherbedarf führen. Allerdings kann man die Partitionen in der Windows Datenträgerverwaltung bei ausreichenden Vorwissen zusammen legen. Die Lesewerte sind mit rund 400MB/s sehr gut. Die Schreibwerte liegen bei nur bei 80MB/s. Dies fällt bei normaler Nutzung jedoch nicht auf.

Dank des passiv gekühlten Prozessors gibt das Lapbook keine störenden Lüftergeräusche von sich und bleibt somit auch unter Volllast geräuschlos.

Das vorinstallierte Windows 10 Home bootet innerhalb weniger Sekunden. Die Systemperformance ist gut.

 

 

Touchpad & Tastatur

Das Touchpad besteht aus Kunststoff mit einer angerauten Oberfläche. Es reagiert meist akkurat und macht aus dem Convertible einen ordentlichen Laptop. Leider ist es für meinen Geschmack etwas klein. Pinch to Zoom funktioniert nicht. Die Tastatur kommt im Qwerty Format daher und ist nicht beleuchtet. Der Druckpunkt und die Lautstärke beim Tippen fühlen sich gut und präzise an. Leider drückt sich die Tastatur deutlich sichtbar beim Schreiben durch. Die Fn Tasten tun alle was sie tun sollen.

 

 

Konnektivität / Verbindungen / weitere Features

An der linken Seite befindet sich ein USB 3.0 Port. Davor befindet sich ein Kopfhörereingang. Der Sim Slot ist bei diesem Gerät ohne Funktion und kann leicht mit einem MicroSD Slot verwechselt werden. Seitlich mittig befindet sich der Volume Rocker und der Power Button. An der rechten Seite befindet sich parallel zur anderen Seite ein USB 3.0 Port. Dahinter befindet sich die Ladebuchse. Davor findet ein MicroSD Eingang seinen Platz (Benchmark siehe Bild). In der Mitte der rechten Seite befindet sich noch der Kippschalten zum Sperren der Tastatur. Rechts neben dem Touchpad sitzt der Fingerabdruck Sensor.

Das WLAN Modul beherrscht Dual WiFi 2,4 Ghz/5 GHz nach 802.11b/g/n/ac und hat auch gute Empfangswerte. Bluetooth wird in der Version 4.0 angegeben.Die verbauten Lautsprecher kommen zwar auf eine annehmbare Lautstärke, übersteuern allerdings, was zu keinem guten Klangerlebnis führt. Die 2.0MP Webcam liefert derart verrauschte Bilder selbst bei guter Umgebungshelligkeit, dass Videotelefonie zwar machbar ist, jedoch wirklich keinen Spaß macht. Hier waren die Lautsprecher als auch die Webcam noch schlechter als beim hier getesteten Chuwi Lapbook 14.

 

 

Akku

Der Akku lässt sich nicht entnehmen ohne das Gehäuse zu öffnen. Laut Gearbest ist ein Akku mit 12000 mAh verbaut. Laut BatteryMon hat er jedoch nur eine Kapazität von 8000 mAh. Das Netzteil pumpt 3A bei 12V in den Akku. Somit ist laut Herstellerangaben in rund 2 Stunden wieder vollständig geladen. Das Laden von 20% bis 100% ging in etwas mehr als 2 Stunden von statten. Nach den Ansehen eines 45 minütigen Videos bei voller Displayhelligkeit ist der Akkustand um rund 10% gefallen. Somit ist eine durchschnittliche Akkulaufzeit von 7-8 Stunden durchaus realistisch.

 

 

Lieferumfang

Das Convertible bringt ein EU Netzteil mit sich. Das Kabel ist leider nur einen knappen Meter lang und besitzt einen altmodischen AC- Stecker. Der aktive Eingabestift kann mit einem Knopf ein -und ausgeschaltet werden. Nach weniger als 5 Minuten schaltet sich der Stift von selbst ab um Energie zu sparen. Aufladen kann man den Pen via Micro- USB. Ein Kabel hierfür ist nicht im Lieferumfang enthalten.

 

 

Preisvergleich

 


357,- €


zollfrei

Empfehlung

335,- €


zollfrei

325,- €


zollfrei

280,- €


zollfrei

 

 

Versand & Zoll

Der Versand nach Deutschland ist kostenlos und eure Ängste wegen dem Zoll sollten in diesem Fall unbegründert sein, weil Gearbest die Verzollung für euch vornimmt (Wenn ihr die Versandart „Priority Line: German Express“ bei der Bestellung wählt). Genaueres zum Versand & der Verzollung könnt ihr im Blog von GearBest.com nachlesen.

Somit wird das Paket bis zu eurer Haustür geliefert, ohne dass weitere Kosten anfallen.


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Pro

  • sehr gute Akkulaufzeit (trotz falscher Herstellerangaben)
  • sehr gutes Touch Display
  • erweiterbarer Arbeitsspeicher
  • günstiges Einstiegs-Convertible
  • vollwertige Windows 10 Lizenz

Contra

  • relativ hohes Gewicht
  • immenses Bildrauschen der Webcam
  • kurzes Netzteil ohne USB Typ C
  • sehr schlechte Lautsprecher

Fazit

Wer ein günstiges Windows Convertible sucht, hat es mit dem VOYO V3 Pro gefunden. Von Office bis Multimedia lässt sich hier einiges anstellen bei einer ordentlichen Performance. Casual Games lassen sich auch im Tablet Modus schön spielen und Netflix Junkies kommen aufgrund des guten Displays auch auf ihre Kosten, ohne nach kurzer Zeit wieder an die Steckdose zu müssen.
80.8
Akku - 90
Design & Verarbeitung - 70
Display - 85
Konnektivität & Verbindungen - 85
Performance - 75
Touchpad & Tastatur - 80
Tobias Hartmann
Hi, ich bin Tobias - Gründer und seit 2009 begeisterter Blogger auf tobias-hartmann.net! Mit Begeisterung berichte ich euch über Smartphones, Tablets & Notebooks aus China, versuche euch bei alltäglichen IT Problemen zu unterstützen und schreibe Anleitungen um euch zu helfen.