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OUKITEL K6000 Plus Testbericht

Smartphones OUKITEL
75.8

Pro

  • Extrem lange Akkulaufzeit
  • Deutsches LTE Band 20
  • 64GB Speicher
  • ordentlicher Fingerabdrucksensor

Contra

  • Gewicht
  • Schlechte Kamera
  • Kein NFC
  • wenige Sensoren

Fazit

Das Oukitel K6000 Plus ist ein würdiger Nachfolger des Oukitel K6000 Pro. Im täglichen Gebrauch kann es dank seines leistungsfähigem Akku überzeugen. Die Gesamtleistung stimmt. Die ansprechende Verarbeitung kann sich sehen lassen. Der große Funktionsumfang hat uns überzeugt. Nachteilig ist das Gewicht, der Hybrid-Slot, die wenn überhaupt durchschnittliche Kamera und die wenigen Sensoren. Wer damit Leben kann und ein ansprechendes Low-Budget-Smartphone zum kleinen Preis mit guter Akkulaufzeit sucht, kann zuschlagen und sich ein OUKITEL 6000 Plus sichern. Die bessere Alternative wäre hier zum Beispiel das Xiaomi Redmi Note 4 mit änhlicher Akkulaufzeit, geringerem Gewicht und besserer Kamera.
75.8
Akku - 95
Design & Verarbeitung - 75
Display - 70
Kamera - 65
Konnektivität & Verbindungen - 85
Performance - 65

Das Smartphone von der chinesischen Firma Oukitel K6000 Plus ist seit Juli 2017 in den einschlägigen Online Shops erhältlich. Es ist das Nachfolgegerät des Oukitel K6000 Pro mit dem der Autor des Testberichtes bereits 1,5 Jahre arbeitet. Das Gerät hat tolle Zahlen auf der Produktinformationsseite des Herstellers aufzuweisen. Der Test im Alltag im Vergleich zum K6000 Pro soll zeigen, ob es sich lohnt umzusteigen oder auf die nächste Generation zu warten.

 

Design und Verarbeitung

Das Gerät macht beim ersten Betrachten einen durchweg positiven Eindruck. Das von mir getestete graue Gerät erscheint mit seiner Aluminium Rückseite und den abgerundeten Ecken wie aus einem Gus. Selbst die Kunststoffkappen am oberen und unteren Ende des Gerätes gehen gut in den Aluminiumrahmen über. Die beigefügte und gut passende transparente Kunststoffhülle verhindert Schmutzansammlungen an den Schnittstellen.

Die Hauptkamera auf der Rückseite ragt nur geringfügig aus dem Gehäuse hervor. Mit der Schutzhülle werden Kratzer auf der Linse vollständig verhindert. Der im Rahmen eingelassenen Power-Schalter und die Lautstärkewippe sitzen fest, haben kaum Spiel und lassen sich – wie beim Vorgängermodell – gut bedienen. Der SIM-Kartenschacht auf der linken Seite ist absolut eben verbaut.

Das Gerät ist mit 210 Gramm kein Leichtgewicht, wenn man aber die verbaute Akkugröße beachtet, geht das Gewicht in Ordnung. Nach einem Tag hat man sich an das Gerät mit seinem Gewicht und seiner Größe gewöhnt. Es liegt dadurch gut in der Hand und hat eine angenehme Haptik.

Zusammengefasst gesagt, kann das Gerät mit der preislichen Einordnung in die untere Mittelklasse durchaus mit wesentlich teureren Geräten auf dem europäischen Markt mithalten.

 

Display

Das Oukitel K6000 Plus verfügt über ein Display in der Größe von 5,5 Zoll und löst in Full-HD mit 1920 x 1080 Pixel auf. Das entspricht einer Pixeldichte von 401 PPI. Der kapazitive Touchscreen ist sehr ansprechend und reagiert auf jede Berührung sofort. Er verarbeitet 5 Berührungspunkte gleichzeitig.

Die Qualität des Bildschirmes ist überzeugend, angenehme deutliche Farben, guter Kontrast und einstellbare Helligkeit. Meiner Einschätzung zu folge hat das Display aber einen geringen Blaustich in der Farbwiedergabe. Bei starkem Sonnenschein muss man Abstriche machen, da ist auch bei maximaler Helligkeit schwierig alles gut zu erkennen. Das Display verfügt über eine sehr nützliche LED-Anzeige in der Mitte des oberen Randes, die je nach Funktion verschieden leuchtet. Im Unterschied zum Vorgängermodell verfügt das K6000 Plus über zwei beleuchtete Sensortasten unterhalb dem Display. Das macht die Bedienung im Dunkeln deutlich leichter. Ich möchte diese beleuchteten Tasten nicht mehr missen.

 

Leistung

Im Smartphone ist ein MT6750T Prozessor verbaut mit 8 Kernen und einer Taktung von 4 x 1,0 Gigahertz und 4 x 1,5 Gigahertz. Der Arbeitsspeicher ist mit 4GB RAM nicht knapp bemessen und der interne Arbeitsspeicher mit 64GB lässt erfreuliche 54GB für den Nutzer übrig. Die getestete Lese- und Schreibgeschwindigkeit von ca. 130 MB/s ist nicht überragend aber durchaus ausreichend. Wer mit dem internen Speicher nicht hinkommt kann unter Verzicht der Dual-SIM-Funktion mit einer micro-SD-Karte nachrüsten. Im Test habe ich eine 256GB-Karte verwendet, die das Smartphone angenommen und ausgelesen hat. Obwohl laut Hersteller nur eine Erweiterung bis zu 32GB möglich ist.

Die getesteten Leistungen in der Benchmark-Analyse sind für das Smartphone nicht umwerfend. Aber für die Preisklasse und den alltäglichen Gebrauch durchaus ausreichend und zufriedenstellend. Für die meisten Nutzer mit Surfen im Netz, soziale Medien wie WhatsApp oder Facebook, Mail schreiben und empfangen, da gibt es keinerlei Probleme. Auch lässt die Geschwindigkeit nicht merkbar nach, wenn viele Apps gleichzeitig offen sind und genutzt werden. Die Bedienung mit gleichzeitig bis zu 5 Berührungspunkten klappt tadellos.

Bei aufwendigen Spielen mit grafisch sehr anspruchsvollen Werten, insbesondere im 3D-Bereich kommt das K6000 Plus an seine Grenzen. Kleine Ruckler sind dann nicht zu vermeiden. Aber für das gelegentliche Spielen von „normalen“ Spielen reicht es allemal aus. Wer das Gerät zum überwiegenden Teil zum Daddeln verwenden möchte, sollte sich lieber nach einem anderen Gerät umschauen.

 

Betriebssystem

Beim K6000 Plus wird das Betriebssystem Android 7.0 eingesetzt. Der Stand des Sicherheitsupdates liegt mit dem 05.07.2017 schon ein Weilchen zurück. Updates lassen sich online nicht finden und eine Aufrüstung auf das aktuelle Android 8 ist wahrscheinlich vom Hersteller auch nicht vorgesehen, zumindest habe ich dazu keinerlei Informationen gefunden. Die Icons sind optisch ansprechend und bei Verwendung des Google Now Launchers hat man viele Einstellvarianten darüber hinaus. Am Gerät besonders gefallen hat mir, die Möglichkeit mit vielen Extrafunktionen und Gestensteuerungen zu arbeiten. Die Übersetzung ins Deutsche ist hier nicht gegeben, da muss der Nutzer mit Englisch auskommen. Das Android 7.0 System läuft stabil und flüssig, im Testzeitraum gab es keine Abstürze oder Aussetzer. Der Fingerabdrucksensor auf dem Homebutton auf der Vorderseite war für mich gewöhnungsbedürftig, da ich am Vorgängergerät den Sensor auf der Rückseite gewöhnt war. Die Genauigkeit erschien mir da auch höher, auf der Vorderseite habe ich mit meinem Daumen oft die Notfallruftaste aktiviert.

 

 

Kamera

Die Kamera auf der Rückseite löst mit 16 MP auf. Dazu gibt es einen einfachen LED-Blitz darunter. Die gemachten Fotos haben mich nur bedingt überzeugt. Schöne, klare Farben mit hohen Kontrast und einer guten Schärfe sind nur bei richtigen Lichtverhältnissen gegeben.

Es gibt zwei große Mankos an der Kamera: 1. Die Auslösezeit ist eindeutig zu lang. Schnappschüsse sind damit kaum möglich. Die Fokussierung dauert einfach zu lang. Egal, ob bei Nahaufnahmen oder Fernaufnahmen. Jedes 3 Bild musste dadurch von mir im Nachhinein gelöscht werden. Das ist eigentlich nicht mehr zeitgemäß. 2. Die zweite Hauptkritik trifft leider auf viele Kameras in diesem Preissegment zu, bei schlechten Lichtverhältnissen werden die Fotos auch schlecht. Sie verlieren an Schärfe, sind zu dunkel oder sind verwackelt. Beispiele habe ich beigefügt.

Die aufgenommenen Videos wurden in Full-HD aufgenommen und konnten insgesamt gefallen. Die Frontkamera löst mit 8 MP auf. Die Bilder waren hier fast durchgehend OK, das liegt aber sicher am Sujet, denn Selfies macht man doch aus der Nähe und bei guten Licht.

 

Konnektivität

Die in Deutschland verfügbaren 2G, 3G und 4G Frequenzen werden durch das Gerät unterstützt. Ich habe ausschließlich im LTE Bereich (4G) gearbeitet und war sehr zufrieden. Egal ob in der Wohnung oder beim Joggen im Wald….die Empfangsqualität war tadellos. Das GPS arbeitet ebenfalls tadellos. Egal ob ich das Handy als Navigationsgerät bei der Fahrt durch Berlin mit dem Auto benutzt habe oder mit der App Runtastic unterwegs war, die Genauigkeit war immer sehr hoch.

Die Bluetooth Verbindung im Standard 4.0 hat bei mir auch ausgezeichnet funktioniert. Bei Fitnessband wurde immer sofort erkannt und komplett unterstützt.

Besonderes Lob verdient das Gerät beim WLAN Empfang. WLAN wird in b/g/n unterstützt und ist deutlich schneller und leistungsstärker als mein Vorgängergerät K6000 Pro, mit dem ich noch heute große Probleme habe ins heimische WLAN zu kommen. Die Telefonverbindungen, die Sprachqualität und die Kopfhörerausgabe da gibt es nichts auszusetzten. Der Gerätelautsprecher ist trotz zweifach Bohrung nur einer, als nur in Mono.

Im K6000 Plus können zwei Nano-SIM-Karten gesteckt werden. Größere SIM-Karten lassen sich nicht mehr benutzen. Wer auf eine Speichererweiterung nicht verzichten will, muss aber den zweiten SIM-Kartenslot dafür nutzen. Leider ein sehr weit verbreitetes Phänomen.

Eine kleine Enttäuschung stellte für mich die geringe Anzahl an Sensoren im Gerät dar. Hier hätte man gegenüber dem Vorgänger ruhig etwas mehr erwarten können. Im K6000 Plus sind ein Annäherungs-, Beschleunigungs- und Lichtsensor verbaut. Der Fingerabdrucksensor auf der Vorderseite gehört auch noch dazu. Das wars! Für viele heutige Spiele, Videos oder VR-Brillen reicht das natürlich nicht aus. Die Qualität der vorhandenen Sensoren war aber durchgehend zufriedenstellend.

NFC wird auch noch nicht unterstützt, dafür kann man mit kompatiblen Geräten über HotKnot Daten austauschen. Zwischen beiden Oukitel Geräten klappte es ohne Beanstandungen und mit hoher Geschwindigkeit.

 

Akku

Der festverbaute Akku mit 6080 mAh leistet hervorragende Arbeit. 2 Tage kann man trotz großer Beanspruchung gut und gerne ohne Aufladung auskommen. Die Aufladung soll auch über die neue Technologie der MTK Express Pump verfügen, dies konnte ich leider nicht ausprobieren. Das mitgelieferte Netzteil im Lieferumfang mit einem Output von 5 Volt und ein 1 Ampere ist einfach zu schwach für den gigantischen Akku, damit dauerte die Vollladung einfach zu lange, da musste ich einen anderen Markennamen für das Aufladen benutzen. Das ändert nichts an der positiven Nachricht, dass das Gerät ein wahrer Dauerläufer ist!

 

Lieferumfang

Wie schon beim Vorgängergerät fällt der Lieferumfang nicht allzu üppig aus. Neben dem Gerät Oukitel K6000 Plus mit CE-Zeichen, dass bereits erwähnte Ladegerät mit Kabel. Eine transparente Silikonhülle, der Display-Schutz auf dem Gerät und ein USB-OTG-Kabel sind im Lieferumfang enthalten. Eine Kurzanleitung in englischer Sprache und die Nadel für das Öffnen des SIM-Karten-Slots sollen hier nicht unerwähnt bleiben. Alles gut und sicher verpackt in einer schicken orangenen Box.

 

Wo kann ich das OUKITEL K6000 Plus kaufen?

In Deutschland wird das OUKITEL K6000 Plus leider nicht angeboten, aber es kann problemlos über GearBest aus China bestellt werden. Hier gehts zum Angebot

Meine Erfahrungen mit GearBest und dem Import aus China könnt ihr in meinem Blog Artikel nachlesen | Meine Erfahrungen mit GearBest und dem Import aus China

 

Versand & Zoll

Der Versand nach Deutschland ist kostenlos und eure Ängste wegen dem Zoll sollten in diesem Fall unbegründert sein, weil Gearbest die Verzollung für euch vornimmt (Wenn ihr die Versandart „Priority Line: German Express“ bei der Bestellung wählt). Genaueres zum Versand & der Verzollung könnt ihr im Blog von GearBest.com nachlesen.

Somit wird das Paket bis zu eurer Haustür geliefert, ohne dass weitere Kosten anfallen ?

 


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Pro

  • Extrem lange Akkulaufzeit
  • Deutsches LTE Band 20
  • 64GB Speicher
  • ordentlicher Fingerabdrucksensor

Contra

  • Gewicht
  • Schlechte Kamera
  • Kein NFC
  • wenige Sensoren

Fazit

Das Oukitel K6000 Plus ist ein würdiger Nachfolger des Oukitel K6000 Pro. Im täglichen Gebrauch kann es dank seines leistungsfähigem Akku überzeugen. Die Gesamtleistung stimmt. Die ansprechende Verarbeitung kann sich sehen lassen. Der große Funktionsumfang hat uns überzeugt. Nachteilig ist das Gewicht, der Hybrid-Slot, die wenn überhaupt durchschnittliche Kamera und die wenigen Sensoren. Wer damit Leben kann und ein ansprechendes Low-Budget-Smartphone zum kleinen Preis mit guter Akkulaufzeit sucht, kann zuschlagen und sich ein OUKITEL 6000 Plus sichern. Die bessere Alternative wäre hier zum Beispiel das Xiaomi Redmi Note 4 mit änhlicher Akkulaufzeit, geringerem Gewicht und besserer Kamera.
75.8
Akku - 95
Design & Verarbeitung - 75
Display - 70
Kamera - 65
Konnektivität & Verbindungen - 85
Performance - 65
Tobias Hartmann
Hi, ich bin Tobias - Gründer und seit 2009 begeisterter Blogger auf tobias-hartmann.net! Mit Begeisterung berichte ich euch über Smartphones, Tablets & Notebooks aus China, versuche euch bei alltäglichen IT Problemen zu unterstützen und schreibe Anleitungen um euch zu helfen.