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Nokia X6 Testbericht

Smartphones Nokia
82.8

Pro

  • hochwertige Verarbeitung
  • schöne Optik
  • Preis/Leistung
  • Aktuelle Sicherheitspatches / aktuelles Android
  • Display (Schärfe, Weißabgleich, Farbdarstellung und Ausleuchtung/Helligkeit)
  • Displayschutz durch Goring Gorila Glas
  • ordentliche Kamera bei gutem Licht

Contra

  • Kein NFC
  • LTE Band 20 fehlt
  • schlechte Fotos bei wenig Licht
  • Netzteil liefert nur 10W Leistung

Fazit

Das Nokia X6 / Nokia 6.1 Plus richtet sich an preisbewusste Menschen, welche dennoch gewisse Ansprüche an ihr Mobiltelefon stellen. Punkten kann das Nokia X6 insbesondere mit einem tollen Display, einer soliden sowie wertigen Verarbeitung und Aktualität des Betriebssystems. In keiner Kategorie fällt das Nokia X6 wirklich ab und schlägt sich mindestens gut oder im Falle der Kamera gerade so ausreichend. Wer sein Hauptaugenmerk auf die Kamera legt, der dürfte mit dem Nokia X6 nicht so glücklich werden. Wer ein ruhiges Händchen hat und im Pro-Modus an den richtigen Schrauben dreht, der kann durchaus auch gute Bilder mit der Kamera erzielen. Für gelegentliche Schnappschüsse oder zum Einscannen von Dokumenten geht die Kamera – unter Berücksichtigung des Preises – in Ordnung. Das fehlende LTE-Band 20 muss dabei nicht zwangsläufig ein Ausschlusskreterium darstellen, denn, abhängig davon wo man wohnt oder, wofür man das mobile Internet primär einsetzt (z.B. um Textnachrichten übers Internet auszutauschen), kann man auch ohne LTE-Band 20 auskommen. Einen aktuellen und zukünftig eventuell weiterhin stärker aufkommenden Trend, mit dem Handy bezahlen, kann das Nokia X6 wegen fehlender Nahfunktechnik, NFC nicht bedienen. HMD Global hat mit dem Nokia X6 ein „starkes“ Gerät ausgesetzt, welches sich vor anderen etablierten Handys in der Mittelklasse nicht verstecken muss. Dass ein weiterer Hersteller in der Lage ist, die Mittelklasse so gut zu bedienen, kann uns Konsumenten nur freuen.
82.8
Akku - 85
Design & Verarbeitung - 85
Display - 90
Kamera - 75
Konnektivität & Verbindungen - 82
Performance - 80

Die Kultmarke Nokia lebt durch HMD Global weiterhin – und das obwohl Nokia zweimal, einmal durch Nokia selber und ein weiteres Mal durch Microsoft, an die Wand gefahren wurde. Für die vielleicht etwas jüngeren Leser: Nokia war seiner Zeit das, was Apple/Iphone heute ist -> der umsatzstärkste Handyhersteller weit und breit und die Nokia-Geräte ein heiß begehrtes Statussymbol.

HMD Global legt mit dem Nokia X6 / Nokia 6.1 Plus das erste „genotchte“ Handy der Nokia-Serie auf und setzt wieder einmal auf Android One.  Ob das Nokia X6 überzeugen konnte und welche Vorzüge und Nachteile es hat, zeigt der nachfolgende Bericht.

 

 

Preisvergleich

 


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Design und Verarbeitung

Beim Auspacken des Geräts kommt schnell der Eindruck auf, als hätte man das Design schonmal irgendwo gesehen und dieser Eindruck wird durch die sogenannte Notch, einer Einkerbung im oberen Displaybereich, bekräftigt. Bei der Designsprache herrscht Herstellerübergreifend mittlerweile fast Einheitsbrei.

Das Nokia X6 sieht dennoch gut aus und ist auch prima verarbeitet und liegt satt in der Hand. Auf der Vorderseite überragt das Display, Tasten jeglicher Art gibt es auf der Vorderseite nicht. Dafür hat im unteren Bereich der Front der Schriftzug „NOKIA“ platz gefunden. Wie eingangs erwähnt spring HMD Global beim X6 erstmalig auf Notch-Zug auf. In der Notch sind die Vorderkamera, die Hörmuschel sowie Sensoren untergebracht.

Die Rückseite des Nokia X6 besteht aus Glas und der Rahmen ist aus Metall gefertigt. Die verbauten Materialien sorgen für eine hochwertige aber auch teils rutschige Haptik. Die Rückseite beherbergt die Dual-Kamera samt LED-Blitz und den Fingerabdrucksensor. Die Kameras und der Fingerabdrucksensor werden von einen silbernen Aluminium- oder Metallrahmen akzentuiert. Der Schriftzug „NOKIA“ ist ebenfalls auf der Rückseite abgebildet.

Auf der linken Seite des Nokia X6 findet sich lediglich der Eingang für wahlweise zwei Nano-Sims oder eine Nano-Sim und eine Micro-SD Karte wieder. Rechtszeitig am X6 finden sich die einigen physischen Tasten des gesamten Geräts wieder. Die Tasten dienen zur Lautstärkeregelung zum Ein- und Ausschalten des Geräts und alle drei Knöpfe haben einen guten Druckpunkt und sitzen fest am vorgesehenen Platz.

Auf der Oberseite des Nokia X6 haben wir ein Mikro zum Unterdrücken von Umgebungsgeräuschen und den rar gewordenen 3,5mm Klinkenstecker. Ein USB-C Anschluss, das Mikrofon für Sprache und einen Mono-Lautsprecher findet man hingegen auf der Unterseite des Nokia X6.

 

 

Display

HMD Global spendiert dem Nokia X6 ein 5,8 Zoll großes IPS-Display im 19:9 Format, welches mit 2.280×1.080 Pixeln (FHD+) und einer Pixeldichte von 432 PPI (Pixel per Zoll) auflöst. Das Display ist mittels Cornings Gorilla-Glas vor Beschädigungen und Kratzern geschützt. Das Display hinterlässt auch nach langen Streich- und Wischbewegungen ein wohliges Gefühl auf den Fingern. Die Bildschärfe, die Displayausleuchtung und die Farbdarstellung sind hervorragend. Dank Zertifizierung (Stichwort DRM / Digital Rights Management) lassen sich Inhalte bei Streaming-Anbietern wie Amazon und Netflix qualitätsverlustfrei in HD streamen. Das ist deswegen positiv zu bewerten, weil viele Hersteller, insbesondere in den Preissegment des X6, sich diesen Zertifizierungsaufwand sparen und die Inhalte dann mit schlechterer Qualität wiedergeben werden, als es technisch möglich wäre.

Im Nokia X6 steckt auch eine abgespeckte Variante eines AlwaysOnDisplays – denn, Benachrichtigungen werden auf den sogenannten Inaktivitätsdisplay angezeigt, für einen ganz kurzem Augenblick, nachdem sie eingegangen sind, und, wenn man das Handy in die Hand nimmt und anhebt. Eine Benachrichtigungs-LED fehlt hingegen gänzlich. Immerhin finden Benachrichtigungsicons in der Statusleiste trotz der vorhanden Notch Platz (dies ist je nach Bauart der Notch nämlich nicht bei allen Geräten/Herstellern der Fall).

 

Leistung

Befeuert wird das Nokia X6 von Qualcomms Snapdragon 634, einem Achtkern-Prozessor der Mittelklasse mit einer maximalen Geschwindigkeit von 1,8 GHz je Kern und einer dedizierten Einheit für künstliche Intiligenz. Dem Prozessor stehen 4 oder 6 GB Arbeitsspeicher, sowie, 32 oder 64 GB Flashspeicher zur Seite. Das Testgerät lag in der Variante 4GB Ram und 64 GB Flash vor. Wenn man auf den zweiten Sim-Steckplatz verzichten möchte/kann, dann lässt sich der Speicherplatz per Micro-SD Karte erweitern. Ab Werk sind von den 64 GB bereits 12,18 GB belegt, sodass noch 51,82 GB zur freien Verwendung bereitstehen.

Die Leistungsdaten des getesteten Nokia X6 reichten für die alltäglichen Anwendungsfälle (Mails, Videos, Musik, im Netz surfen) allemal aus. Das Betriebssystem lief während der Testphase ganz geschmeidig. Auch zum Spielen ist das Nokia X6 grundsätzlich nicht ungeeignet. Lediglich bei grafikaufwendigen Spielen wie beispielsweise Asphalt 9 merkte man dem Prozessor seine Anstrenungen in bestimmten Situationen an. Das Laden der einzelnen Spielszenen in Asphalt 9 dauerte schon etwas, wenn man dann aber auf der Stecke war, dann lief das Spiel halbwegs flüssig und es kam auch Spielfreude auf. Wer mit dem Nokia X6 aber „nur“ Tetris spielen, über Züge hüpfen oder aus nostalgiegründen das gute alte Snake spielen möchte, der kann unbesorgt sein, denn das schafft das Nokia X6 mühelos. Vor allem das Spiel Snake ist bei einem Nokia schon fast ein Muss. Ihr könnt euch gerne einen Spaß machen und in den Kommentaren eurem Snake-Highscore aus den guten alten Zeiten nennen 😊.

 

Betriebssystem

Die Software des Nokia X6 ist zum Testzeitpunkt brandaktuell. Das Testgerät erreichte uns mit Android 9 und Sicherheitsupdates von 2018-11 und auf dem letzten Drücker flatterte noch ein Update, welches den Patchstand auf 2018-12 anhob, herein. HMD Global setzt auch beim X6 auf Android One. Das Prinzip von Android One beruht darauf, dass die Software ohne Umwege bzw. Modifikation durch Gerätehersteller und/oder Mobilfunkprovider auf die betreffenden Geräte gelangt. In der Folge sollen Geräte schneller und mindestens 2 Jahre mit Updates versorgt werden können. Und zumindest beim Nokia X6 scheint diese Strategie voll aufzugehen, denn, bei der Erstvorstellung in Mail 2018 wurde das Gerät noch mit Android 8 ausgeliefert und wenige Monate später wurde bereits mit Android 9 nachgelegt. Goole-Dienste und deutsche Sprache waren beim getesteten Gerät Out-of-the-Box vorhanden.

Der Hersteller des Nokia X6 hat leider wenig bzw. keine Möglichkeit eingebaut, das Betriebssystem individuell anzupassen. So lassen sich beispielsweise keine Änderungen an der Farbdarstellung vornehmen und auch die Anpassung bzw. Anordnung der On-Screen-Tasten ist nicht möglich. Die Zurück-Taste befindet sich unten links und ist als Rechtshändler bei Einhandbedienung echt schwer zu erreichen gewesen. Der Gerätehersteller hat sich auch zurückgehalten, was das bereitstellen von eigenen Apps angeht. Einerseits ist das gut, weil das OS nicht „vollgemüllt“ wird, anderseits hätte der Hersteller dem Nokia X6 gerne ein paar nützliche Apps, wie Beispielsweise eine eigene Anwendung für Exchange-Dienste und ein Adressbuch, welches Kontakte über Exchange/ActiveSync synchronisieren kann, bereitstellen können. Möchte man nun sein dienstliches Emailkonto, was in der Regel überwiegend ein Microsoft Exchange Konto sein dürfte, auf den Nokia X6 nutzen und möchte dazu nicht Googles Anwendung nehmen wollen, der muss sich im Appstore nach Alternativen umsehen (beispielsweise Microsofts mobile Version von Outlook).

 

 

Kamera

Das Nokia X6 beherbergt auf der Rückseite eine Dual-Kamera mit 16+5 Megapixel und einer Blende von f/2.0. Auf der Vorderseite kommt eine Kamera mit ebenfalls 16 Megapixel zum Einsatz und die Blende beträgt wie bei der Rückkamera f/2.0.

In dieser Kategorie schwächelt das Nokia X6 etwas. Bilder gelingen nur unter bestimmten und optimalen Bedingungen. Punkten kann hingegen das Interface, es ist aufgeräumt und bietet viele Einstellungsmöglichkeiten. Es lässt sich beispielsweise das Bild aus der Rück- und Vorderkamera zu einem neuen Bild zusammenkombinieren oder es lassen sich lustige Tieranimationen an Gesicherten anhängen. Im Pro-Modus lassen sich darüber hinaus noch weitere Parameter einstellen.

Die Testbilder sind so entstanden, wie sie die überwiegende Mehrheit der Benutzer schießen würde. Ohne besondere Vorkehrungen im Auto-Modus. Die Kameras verlangen dem Benutzer ein ruhiges Händchen ab. Das Fokussieren dauerte manchmal (auch bei unbeweglichen) Motiven Sekunden und weitere Sekunden verstreichen, bis das Foto abgespeichert – sprich, im digitalen Kasten – war. Man stelle sich nun vor, man hat als Motiv ungeduldige Kinder – ob Kinder wirklich solange stillhalten würden, bis das Bild im Kasten ist, darf bezweifelt werden. Noch schlechter schneidet das Nokia X6 allerdings bei Low-Light-Aufnahmen ab. Jedem sollte bewusst sein, dass man an eine Handykamera – insbesondere bei Nachtaufnahmen und speziell in dieser Preiskategorie – nicht die allerhöchsten Anforderungen stellen darf.  Aber was das Nokia X6 bei Nachtaufnahmen abliefert ist (freundlich ausgedrückt) ziemlich bescheiden. Die Fotoaufnahmen mit der Vorderkamera sind hingegen aber ganz gut und gelingen meist auch auf Anhieb in ordentlicher Qualität.

Videoaufnahmen können mit dem Nokia X6 auch gemacht werden. Die Rückkamera nimmt Videos mit einer Auflösung mit bis zu 4k (3.840 x 2.160 Pixel) auf. Um die Videoauflösung auf 4k hochzuschrauben, bedurfte es einer alternativen Kameraanwendung. Mit der vorinstallierten Kameraanwendung wurden Videos „nur“ mit Full-HD und 30 Bildern pro Sekunde aufgenommen – zumindest fanden sich die Einstellungen dazu nicht. Falls das jemand besser weiß, der darf das auch gerne als Hilfestellung für andere in den Kommentaren hinterlassen. Mit dem Nokia X6 aufgenommene Videos sehen leider nicht toll aus. Die Videos sind stark verrauscht und verwackelt – lediglich der Ton in den Videoaufnahmen weiß zu überzeigen.

 

Konnektivität / Verbindungen / weitere Features

Das wichtigste in dieser Kategorie vorweg: das Nokia X6 besitzt das in Deutschland weit verbreitete LTE-Band 20 nicht. Zumindest in Berlin machte sich dieser Umstand gar nicht bemerkbar. Im Nokia X6 steckte während der mehrwöchigen Testphase eine Mobilfunkkarte von Aldi welche das Mobilfunknetz der Telefonica – besser bekannt als o2 – benutzt. Zur Probe wurde über Stunden parallel auch ein anderes Telefon mit LTE-Band 20 Unterstützung (Samsung Galaxy s7) und den selben Mobilfunkanbieter mitgeführt – im Ergebnis hatten sowohl das Nokia X6 als auch das alternative und LTE-Band 20 unterstützende Telefon immer gleichermaßen eine LTE Verbindung (oder eben nicht – in Berlin gibt es tatsächlich nicht überall schnelles Internet 😊). In anderen Ballungsgebieten sollte sich das fehlende LTE-Band 20 wohl ähnlich unproblematisch auswirken. In ländlichen Gebieten dürfe die fehlende Unterstützung für LTE-Band 20 hingegen wohl schwerer wiegen.  Des Weiteren beherrscht das Nokia X6 die Nahfunktechnik NFC nicht.

Wlan hat und kann das Nokia X6 natürlich auch. Nicht nur das alle aktuellen Wlan-Standards (G, N und AC / WiFi-4, WiFi-5) und beide Frequenzbereiche (2,4GH und 5 GHz) unterstütz werden, sondern, darüber hinaus waren die Verbindungen während des Tests immer robust und konstant gut- selbiges gilt auch für die Verbindungen ins Mobilfunknetz. Das Nokia X6 kann mit der neusten Bluetooth-Technik punkten und unterstützt Bluetooth in der Version 5. Im Vergleich zur Vorgängerversion 4 soll der neue Standard energieeffizienter sein. Abwärtskompatibel ist Bluetooth 5 auch und bei Verwendung mit Bluetooth 4 Zubehör gab es keine nennenswerten Vorkommnisse negativer Art. Das Nokia X6 fungierte auch wunderbar als Navi, per GPS wurden in kurzer Zeit ausreichend Satelliten gefunden und die Genauigkeit lag immer bei 3 – 4m.

 

Biometrie-Technik ist im Nokia X6 ebenfalls verbaut. So kann das Telefon per Fingerabdruck/Touch-ID oder/und Gesichtserkennung/ Face-Unlock entsperrt werden. Der Fingerabdrucksensor zählt zu der guten Sorte und funktioniert ähnlich gut wie den allermeisten Gerätschaften des Konkurrenten Huawei. Auch die Gesichtserkennung funktionierte gut. Zwar dauert der Gesichtserkennungsvorgang 2-3 Sekunden, dafür war die Erkennung aber stets zuverlässig, wenn genug Umgebungslicht vorhanden war – wenn’s ganz dunkel ist, dann funktioniert die Entsperrung per Gesichtserkennung gar nicht.

Leute, die Ihre Kopfhörer mit Klinkenstecker ohne Adapter verwenden möchten, dürfen sich freuen, denn das Nokia X6 besitz noch einen 3,5mm Klinkenanschluss. Leute, die gerne den Lautsprecher benutzen, denen sei gesagt, dass der verbaute Monolautsprecher Massenware ist und sich – positiv wie negativ – nicht von anderen Lautsprechern unterscheidet. Der Lautsprecher reicht aus, um einen Raum, die Küche oder das Bad ordentlich zu beschallen.

Ansonsten erlaubt das Nokia X6 auch die Anbindung von Peripheriegeräten (Massenspeicher, Tastatur/Maus, Drucker) per USB-OTG. Außerdem kann theoretisch der gesamte Displayinhalt auf TVs gespiegelt werden. Praktisch funktionierte dies aber beim Testgerät in Kombination mit einem Samsung Smart-TV mit TizenOS nicht wirklich (siehe Bild mit bunten Streifen). Wie sich die Displayspiegelung mit TVs anderer Hersteller bzw. mit anderem Betriebssystem verhält, konnte nicht getestet werden.

 

Akku

Der Akku besitzt eine Kapazität von 3060 mAh,  ist festverbaut und nicht drahtlos aufladbar. Im Alltag waren damit circa 4-5 Stunden DoT (DisplayonTime), gleichzeitig mindestens zwei Stunden täglich Musikwiedergabe (lokal als auch gestreamt) per Bluetooth, gelegentliches Telefonieren, mailen/texten möglich, ehe das Telefon an die Steckdose wollte. Berücksichtigt man noch die Sachen, welche permanent im Hintergrund mitliefen (Mails, Whatsapp/Viber, VoIP, eine Anwendung, welche Apps durch zusätzliches Passwort bzw. Fingerabdruck schützt), dann lieferte der Akku des Nokia X6 eine zufriedenstellende (wenn auch keine Überragende) Leistung. Mit dem beschriebenen Anwendungsszenario kam gut durch den Tag und musste erst am späten Abend – quasi kurz vor zu Bett gehen – an die Steckdose.

Leider ist dem Nokia X6 ein Netzteil mit lediglich 10 Watt Leistung (Quick Charge 1) beigelegt. Theoretisch ist das Aufladen des Akkus auch mit bis zu 18 Watt – was Quick Charge 3 entspricht – möglich.

 

Lieferumfang

Auf der Vorderseite der Verpackung ist das Nokia X6 im Maßstab 1:1 abgebildet. Im Lieferumfang sind enthalten: der Hauptdarsteller selbstverständlich, das Nokia X6, ein Netzteil, ein USB-C Kabel, die Sim-Nadel, eine durchsichtige Schutzhülle aus Silikon und etwas Papierkram. Kopfhörer sind nicht im Lieferumfang enthalten! Verpackungsaufschrift und mitgelieferte Handbücher sind ausschließlich in chinesisch verfasst.

Da es sich beim Nokia X6 um ein Modell handelt, welches nicht für den europäischen Markt konstruiert wurde, muss beachtet werden, dass der Netzstecker des mitgelieferten Netzteils nicht ohne weiteres in eine Steckdose in Deutschland passt. Es gibt aber erschwingliche Adapter die Abhilfe schaffen. Da das mitgelieferte Netzteil ohnehin etwas schwach auf der Brust ist, liegt es nahe, sofern man nicht eh schon eins besitzt, sich ein neues Netzteil mit 18W Leistung zu besorgen.

 

 

Preisvergleich

 


178,- €


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Empfehlung

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Versand & Zoll

Der Versand nach Deutschland ist kostenlos und eure Ängste wegen dem Zoll sollten in diesem Fall unbegründert sein, weil Gearbest die Verzollung für euch vornimmt (Wenn ihr die Versandart „Priority Line: German Express“ bei der Bestellung wählt). Genaueres zum Versand & der Verzollung könnt ihr im Blog von GearBest.com nachlesen.

Somit wird das Paket bis zu eurer Haustür geliefert, ohne dass weitere Kosten anfallen


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Pro

  • hochwertige Verarbeitung
  • schöne Optik
  • Preis/Leistung
  • Aktuelle Sicherheitspatches / aktuelles Android
  • Display (Schärfe, Weißabgleich, Farbdarstellung und Ausleuchtung/Helligkeit)
  • Displayschutz durch Goring Gorila Glas
  • ordentliche Kamera bei gutem Licht

Contra

  • Kein NFC
  • LTE Band 20 fehlt
  • schlechte Fotos bei wenig Licht
  • Netzteil liefert nur 10W Leistung

Fazit

Das Nokia X6 / Nokia 6.1 Plus richtet sich an preisbewusste Menschen, welche dennoch gewisse Ansprüche an ihr Mobiltelefon stellen. Punkten kann das Nokia X6 insbesondere mit einem tollen Display, einer soliden sowie wertigen Verarbeitung und Aktualität des Betriebssystems. In keiner Kategorie fällt das Nokia X6 wirklich ab und schlägt sich mindestens gut oder im Falle der Kamera gerade so ausreichend. Wer sein Hauptaugenmerk auf die Kamera legt, der dürfte mit dem Nokia X6 nicht so glücklich werden. Wer ein ruhiges Händchen hat und im Pro-Modus an den richtigen Schrauben dreht, der kann durchaus auch gute Bilder mit der Kamera erzielen. Für gelegentliche Schnappschüsse oder zum Einscannen von Dokumenten geht die Kamera – unter Berücksichtigung des Preises – in Ordnung. Das fehlende LTE-Band 20 muss dabei nicht zwangsläufig ein Ausschlusskreterium darstellen, denn, abhängig davon wo man wohnt oder, wofür man das mobile Internet primär einsetzt (z.B. um Textnachrichten übers Internet auszutauschen), kann man auch ohne LTE-Band 20 auskommen. Einen aktuellen und zukünftig eventuell weiterhin stärker aufkommenden Trend, mit dem Handy bezahlen, kann das Nokia X6 wegen fehlender Nahfunktechnik, NFC nicht bedienen. HMD Global hat mit dem Nokia X6 ein „starkes“ Gerät ausgesetzt, welches sich vor anderen etablierten Handys in der Mittelklasse nicht verstecken muss. Dass ein weiterer Hersteller in der Lage ist, die Mittelklasse so gut zu bedienen, kann uns Konsumenten nur freuen.
82.8
Akku - 85
Design & Verarbeitung - 85
Display - 90
Kamera - 75
Konnektivität & Verbindungen - 82
Performance - 80
Tobias Hartmann
Hi, ich bin Tobias - Gründer und seit 2009 begeisterter Blogger auf tobias-hartmann.net! Mit Begeisterung berichte ich euch über Smartphones, Tablets & Notebooks aus China, versuche euch bei alltäglichen IT Problemen zu unterstützen und schreibe Anleitungen um euch zu helfen.