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Jumper EZpad 6 Plus Testbericht

Tablets Jumper
72.5

Pro

  • der Preis stimmt für das Gebotene
  • Akkukapazität besser als angegeben
  • ausreichend Leistung für den täglichen Office Betrieb…
  • Windows10 gleich direkt auf Deutsch vorhanden
  • optionales Tastaturdock (nicht im Test)

Contra

  • Verarbeitungsqualität könnte an vielen Stellen besser sein
  • nur 64GB Speicher sind für ein Windows Gerät etwas dürftig auch wenn hier durch MicroSD Karten erweitert werden kann
  • nur WLAN 802.11 bgn ohne 5GHz Band

Fazit

Wer eine 2 in 1 Lösung sucht, welche mit 11,6 Zoll Displaydiagonale aufwartet, dazu gängige HW erwartet und mit den im Detail angegebenen Qualitäts- und Designthemen klarkommt, den erwartet hier kein schlechtes Gerät. Das Gebotene beim EZpad 6 Plus ist grundsolide und es gibt bis auf die angesprochenen Mängel nichts zu beanstanden. Die HW scheint gut aufeinander abgestimmt. Einzig der nicht sehr große Speicher mit 64GB könnte einem in die Suppe spucken, oder aber auch die eingeschränkten WLAN Möglichkeiten. Als mobiler Begleiter ist das Gerät nicht mit einem Surface 3 Pro zu vergleichen, wenngleich das natürlich auch für den Preis gilt, denn obwohl ein Surface 3 Pro grösser ist, wirkt dessen HW wesentlich mehr auf Mobilität abgestimmt. Das geht beim Gewicht los, bis hin zum stufenlos verstellbaren Kickstand, welcher hier nicht geboten wird. Ein Tablet auf seine Knie gestellt ist heute oft im Businessbereich oder auch auf der Parkbank zu sehen, aber hier durch den eingeschränkt nutzbaren Kickstand aus meiner Sicht keine Alternative. Um das Gerät vornehmlich in der Hand zu benutzen, dafür ist es einfach zu schwer, ansonsten muss der Tisch schon etwas erhöht sein, damit das Gerät vernünftig bedient werden kann. Vielleicht ist es aber mit der Tastatur als Zusatz wesentlich besser zu bedienen. Dafür glänzt das EZpad 6Plus mit einer guten Akkuleistung, einem Windows10 mit direkter deutscher Sprachauswahl und einem attraktiven Preis. Ein gutes Einsatzgebiet könnte für den Preis sicherlich ein heimischer Streaming-Client sein, der nach Belieben an verschiedenen Orten eingesetzt werden kann. Wer auf Mobilität oder Handlichkeit setzt ist hier aus meiner Sicht beim falschen Gerät.
72.5
Akku - 80
Design & Verarbeitung - 60
Display - 70
Handling & Mobilität - 70
Konnektivität - 75
Performance - 80

Ein Surface Klon vom Hersteller JUMPER liegt mir hier zum Testbericht vor. Diese Company kann mittlerweile auch schon ein gehöriges Portfolio aufweisen. Jumper macht es einem aktuell nicht leicht bei der Menge an Geräten, die angeboten werden. Hier haben wir ein Tablet mit optionaler Tastatur, welches mit Selbiger aus einem Tablet ein 2 in 1 Gerät macht. Die Hardware scheint vielversprechend, vor allem die 6GB RAM hören sich gut an bei dem 11,6 Zoll Konvertible mit Win10, und der Preis liegt bei ca. 230€ ohne Tastatur, was für die gebotene Hardware durchaus interessant klingt.  Für den Testbericht lag mir leider keine Tastatur vor, so dass ich hier nicht darauf eingehen werde. Der folgende Bericht wird zeigen ob das Gerät sich in die Riege der anderen Surface Klone mit einreihen kann, oder ob das EZPad 6 Plus etwa besonders Positiv oder Negativ hervorsticht…

 

Preisvergleich

 


221,- €

ausverkauft

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Empfehlung

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zollfrei

 

 

Design und Verarbeitung

Werfen wir einen Blick auf das Gehäuse, welches hier komplett in Kunststoff gefertigt wurde mit Ausnahme des Scharniers und das „Blech“ welches den Kickstand bildet.

An der Front befindet sich das Display, eine Kamera und ein kapazitives Windowslogo, also mit Windowstastenfunktion. 2 silberne Lautsprechergitter sind links und rechts zu sehen, wobei die Anordnung etwas ungewöhnlich im unteren Drittel angesiedelt ist. Das sieht erfrischend anders aus und ich konnte im täglichen Betrieb keine negativen Auswirkungen der Anordnung feststellen. Sensoren für die Helligkeitssteuerung des Displays konnte ich keine entdecken, aber dafür gibt es eine Ladeanzeige, also besser gesagt eine LED, die rot leuchtet beim Ladevorgang. Auf der rechten Seite befinden sich ein USB 3.0 Port, der Micro HDMI Port und die Ladebuchse (dazu später mehr). Links haben wir die Lautstärkewippe mit gutem Druckpunkt, Micro-USB Anschluss und einem 3,5 mm Klinkenausgang. Links wie rechts sind die Bedienelemente im oberen Drittel angeordnet. Das macht auch durchaus Sinn und sieht designtechnisch durchdacht aus.

Oben befindet sich tatsächlich nur der Ein- / Ausschalter und unten haben wir noch den üblichen magnetischen Anschluss für die optional erhältliche Tastatur. Hier hat man auch an die beiden Arretierungsöffnungen gedacht damit sich die magnetisch haftende Tastatur nicht so einfach verschieben lässt aber das ist mittlerweile Standard. Die Rückseite beherbergt dann optisch eine Kamera, zumindest sieht das für den Laien so aus (weitere Informationen unter Sonstiges), einen JUMPER & Intel-Schriftzug und unterhalb des Kickstand noch eine Öffnung für eine Micro-SD Karte.

Das silberne Gerät kann keinen Designpreis gewinnen, und auch was das Handling angeht wirkt es eher unausgegoren. Doch kommen wir zu den Details. Der Kickstand ist offenbar aus Alu gefertigt aber an einigen Stellen sehr scharfkantig und wirkt irgendwie „klapprig“. Die Arretierung lässt sich an 2 Positionen feststellen. Das heißt bei ca. 40 Grad und 80 Grad Öffnungswinkel schnappt das Scharnier kurz ein, wobei die 80 Grad auch gleichzeitig der maximale Öffnungswinkel ist und damit das Gerät auf dem Tisch bei ca. 50 Grad Displayneigung nicht dafür geeignet ist den Inhalt mit umstehenden Personen zu teilen, es sei denn man klappt den Kickstand zu und legt das Tablet flach auf seine Rückseite. Hier kommen wir zum nächsten Design Fauxpas aus meiner Sicht, denn im zugeklappten Zustand ergibt das Aluminiumblech (welches bei dem mir vorliegenden Gerät leider schon leicht gebogen war) des Kickstands mit der Rückseite keine Ebene, sondern steht leicht ab. Generell wird der Kickstand von 2 Scharnieren links und rechts gehalten und zusätzlich durch gummierte Klebestreifen an drei Stellen fixiert. Das mit den gummierten Klebestreifen sehe ich so zum ersten Mal und ich bin etwas zwiegespalten, denn optisch sieht das gar nicht einmal so schlecht aus aber was die Haltbarkeit solcher Verbindungen angeht bin ich eher skeptisch.

An manchen Stellen sieht man minimale Kunststoffgrate und der Rahmen wurde anscheinend aus mehreren Stücken gefertigt. Das geht heute definitiv besser. So ganz verwindungssteif ist das Gerät ebenfalls nicht und dadurch, dass das Display sich leicht vom Rahmen abhebt entsteht immer das Gefühl das Gerät wäre nicht aus einem Guss. Mit anderen Worten ich würde die Haptik eher am unteren Rand einer Bewertungsskala ansiedeln, ohne dass das „Tablet-Feeling“ grundsätzlich schlecht ist, aber wenn das EZpad 6 Plus mobil eingesetzt wird, dann möchte man sich schon darauf freuen können, das Gerät aus der Tasche und in die Hand zu nehmen.

„Positiv“ zu erwähnen gilt, dass das Gerät bei mir schon mit einer Displayschutzfolie ausgestattet war, welche aber an einige Stellen unsauber aufgebracht war, d.h. es waren Luftblasen an den Rändern sichtbar und auch ansonsten leider innerhalb von Minuten voller Fingerabdrücke. Des Weiteren konnte ich nach meinem Test schon so einige oberflächliche Kratzer in der Folie ausmachen. Wenn man also schon Folien aufbringt als Hersteller, dann darf man das gerne auch richtig machen- so jedenfalls hat der Nutzer keinen Spaß an dem Gerät.

Die puren Maße des Gerätes können auch nicht wirklich überzeugen, denn die Dicke mit 11,05 mm an der dünnsten Stelle und den 11,80 mm an der dicksten Stelle, die 297 mm Breite, 183 mm Höhe und die 900 g Gewicht machen aus dem Gerät ein ganz schön wuchtiges Erlebnis. Die wirkliche Diagonale des Tablets entspricht einem 13 Zoll Notebook, denn gemessen sind das sagenhafte 34cm.

Richtig ärgerlich aber war für mich das Netzgerät, besser gesagt, die entsprechende Buchse am Gerät, denn ich hatte im gesamten Testzeitraum nie das Gefühl, dass ich den Stecker richtig im Gerät hatte obwohl es hier nie zu Ausfällen oder irgendwelchen Wackelszenarien gekommen ist. Der Abstand, welcher der Stecker zum Gehäuse im eingesteckten Zustand hatte war mir einfach zu groß. Die Anordnung der Buchse an dieser Stelle finde ich wie den Stecker und Buchse selbst nicht sehr gelungen.


 

Display

Der Hersteller gibt das Display mit 11,6 Zoll an. Es hat eine Auflösung von 1920×1080 und damit ein Seitenverhältnis von 16:9. Das Display zeigt leider einen deutlich sichtbaren Abstand zwischen Glas und dem eigentlichen Display. Die schwarzen Glas-Seitenränder sind etwas breit geraten (19mm an jeder Seite), so dass sich eine tatsächliche Displaydiagonale von 29,5 cm ergibt, welches den 11,6 Zoll entspricht. Leider wird auch hier der ansonsten gute Eindruck getrübt, da auf dem rechten und oberen Rand des Displays noch ein zusätzlicher minimaler schwarzer Rand zwischen Displayende und schwarzen Glas sichtbar ist, so dass es wirkt als ob das Display leicht schief verbaut wurde. Vielleicht ist das nur bei dem mir vorliegenden Gerät so, aber für mich damit leider ein wirklicher Qualitätsmangel. Die errechnete Pixeldichte liegt bei entsprechenden 189 PPI.

Die Helligkeit könnte etwas höher sein, denn zwischen 25% und 100% ist der Unterschied kaum zu bemerken. Selbst bei bewölktem Himmel tagsüber wird es schon schwer bei 100% Helligkeit etwas vernünftig zu erkennen, wobei hier die extremen Spiegelungen ihr Übriges tun. Die Farben dagegen wirken frisch und auch authentisch, wenngleich es natürlich der Displayhelligkeit geschuldet ist, dass auch hier wesentlich mehr herauszuholen wäre. Eine automatische Anpassung der Helligkeit konnte ich nicht entdecken, also weder einen Sensor noch eine Möglichkeit diesen zu aktivieren.

Was die Blickwinkel des Tablets angeht, diese sind in Ordnung, aber natürlich nicht mit High-End Displays zu vergleichen. 120 Grad sind trotzdem allemal drin. Ein dunkler Raum und die Blickwinkel sind brauchbar. Bei Tageslicht dagegen sind maximale Helligkeit und die Spiegelungen wieder die Spielverderber. Der Touchscreen erkennt 10 Finger einwandfrei und ich konnte keinerlei Input-Lag oder nicht erkannte Eingaben während der Nutzung feststellen.

 

 

Leistung

Grundsätzlich sollte man erwähnen, dass man Windows an vielen Stellen und durch viele Modifikationen trimmen kann, die eine oder andere Aufgabe besser, schneller, oder stabiler durchzuführen aber das soll hier nicht Teil dieses Tests werden. Ebenso wenig gehe ich auf spezielle Treiberkonfigurationen ein, welche noch ein kleines bisschen mehr aus jeder HW herauskitzeln könnten. Hier werden Treiber verwendet welche Windows im Standard erkennt und es werden keinerlei modifizierten Leistungseinstellungen vorgenommen.

Das EZpad 6 Plus hat einen Intel Celeron N3450 aus der Apollo Lake Generation verbaut und dazu gesellen sich 6GB RAM und 64GB HD-Speicher. Der Prozessor taktet hierbei variabel mit 1,1- 2,2 GHz, was sich generell sehr akkusparend auswirkt.  Ein Intel HD500 onboard Grafikchip (DirectX 12) rundet das Ganze ab. Dieses Packet gehört mittlerweile zum guten Ton bei den Tablets mit Win10 Home und sollte grundsätzlich für den „Standardanwender“ ausreichend sein. Irgendwelche besonderen „Lags“ konnte ich weder bei Youtube noch sonst wo feststellen. Die HW-Ausstattung kann natürlich keine Wunder vollbringen. So merkt man speziell beim laufenden Downloads oder Upgrades, dass sich das System trotz der 6GB RAM doch hin und wieder kleine Denkpausen gönnt. 4k Videos ließen sich in Youtube ohne Einschränkungen abspielen. Paralleles Abspielen von Youtube und Amazon Prime war kein Problem. Bei Scrollen genehmigt sich der Edge Browser hin und wieder eine im Millisekunden Bereich befindliche Denkpause.

Casual Games aus dem Store stellen das Tablet nicht vor Probleme. Auch wenn es sich z.B. um Asphalt 8 Airborne handelt, … Der Lagesensor funktioniert hervorragend und Spiele lassen sich gut damit steuern.

Die Bearbeitung von Bildern mit Store-Programmen wie z.B. FotoR oder Paint 3D stellen für das Tablet grundsätzlich kein Problem dar. Nachdem dieses HW Packet schon auf einigen Geräten getestet wurde erspare ich mir das erneute Testen jeglicher aufwändigeren Spiele, da es sicherlich bei dem geringen Speicher keinen Sinn macht Spiele mit 10 GB und mehr zu installieren. Für den „Gelegenheitszocker“ findet sich sicher das eine oder andere Spiel im Windows Store, aber für alle anderen, ist dann a) etwas mehr Leistung von Nöten und b) einfach mehr Speicher notwendig.

Die 6GB Arbeitsspeicher haben sich jetzt nicht zwingend als sehr wichtig oder extrem performancefördernd erwiesen im täglichen Betrieb, aber ich denke es gibt sicherlich Anwendungen wo man die 6 GB gut gebrauchen kann. Die Stereolautsprecher verrichten ihre Arbeit gut, wenngleich ab einer Lautstärke von ca. 86% in manchen Anwendungen ein Verzerren deutlich hörbar ist. Die Maximallautstärke geht in Ordnung und es lässt sich schön das eine oder andere Video ansehen, wenngleich ich empfehlen würde auf den Kopfhörerausgang zurückzugreifen oder einfach Bluetooth Speaker anzusteuern.

Das Kopieren innerhalb des Dateisystems geht flott, allerdings sind auch hier keine Wunder zu erwarten. Die eMMC ist nicht langsam, aber eben auch nicht besonders schnell. Ausreichend für den täglichen Betrieb, aber wer große Dateien (3-5 GB) mit dem Tablet bearbeiten will, muss sich im Klaren sein, dass die Geschwindigkeit euch hier nicht in Erstaunen versetzen kann. Die Snapshots der Messungen geben euch einen Eindruck wie es um die eMMC und die Micro-SD Karte bestellt ist. Die Geschwindigkeit des Micro-SD Karten Slot ist in Ordnung, aber nicht sehr gut und natürlich nur, sofern man die entsprechende Karte verfügbar hat. Das Schreiben von der eMMC auf die Micro-SD Karte am Beispiel einer 2,0GB großen Datei funktioniert mit ca. 12,5 MB/s und vice versa sind es ca. 22,5 MB/s. Beim Lesen und Schreiben innerhalb der eMMC sind wir bei ca. 86 MB/s. Also keine überragenden Werte, aber vollkommen in Ordnung. Bei Bedarf kann man sich gerne auch noch die Screenshots der Benchmarks ansehen, ich teste aber lieber auch an einem richtigen File um ein Gefühl dafür zu bekommen.

 

 

Konnektivität / Verbindungen / weitere Features

Drahtlos:

Das Gerät bietet eine WLAN Karte Realtek RTL8723B. Dieser Kombi-Chip arbeitet damit nach dem 802.11bgn + Bluetooth 4.0 Standard. Die WLAN-Verbindung im 2,4 GHz Band lief sehr stabil ohne hier Höchstgeschwindigkeiten zu erreichen. Die gemessene Geschwindigkeit lag bei bis zu 2-4,5 MB/s (ca. 16-36Mbit/s) bei Sichtverbindung zum jeweiligen WLAN Router, das entspricht nicht ganz den Erwartungen an die Geschwindigkeit. Wobei man dazusagen muss, dass der Chip nur 1x TX und 1x RX Antennen unterstützt. Die Verbindungen selbst sind sehr stabil. Hier wurde mit 3 verschiedenen Routern getestet- Mit einem Xiaomi Mi Router 3, einem Asus RT N66 und mit einer Fritzbox 7390.

Ein 5 GHz Band) konnte nicht getestet werden, da dieses Tablet diese Frequenz offenbar nicht unterstützt. Theoretisch kann die 802.11n Spezifizierung zwar die 5GHz aber das EZpad 6 plus unterstützt die Frequenz nicht. Verschiedene Router wurden getestet- keine Chance. Die WLAN Reichweite kann im 2.4 GHz Band nicht ganz mit der meines HP Notebooks mithalten und auch andere Geräte sind bzgl. der Reichweite einfach ein kleines bisschen besser.

Das integrierte Bluetooth 4.0 funktioniert mit der von mir verwendeten Maus einwandfrei. Ich hatte im gesamten Testzeitraum keinerlei Abbrüche und konnte auch in einiger Entfernung zum Tablet problemlos meine Eingaben machen.

 

Sonstiges:

Das Tablet hat nur eine Kamera und obwohl ein schwarzes Loch auf der Rückseite so aussieht, als ob das Tablet auch auf der Rückseite eine Kamera hat, gibt es nur eine Webcam an der Front. Es findet sich auch SW-seitig keine weitere Kameraerkennung. Die Auflösung beträgt 1280×720 im 16:9 Format und 1536×1152 im 4:3 Format Videos nimmt die Kamera in max 720p im 16:9 und 960p im 4:3 mit 30 fps auf. Die SW scheint eine Gesichtserkennung mitzubringen, welche auch mehr oder minder schnell fokussiert. Für Videotelefonate sicherlich vollkommen ausreichend.

 

 

Betriebssystem

Die Updates auf das aktuelle WIN10 Build 1709 funktionierten problemlos, wenn auch wie gewohnt bei solchen Geräten etwas schleppend (knappe 4 Std. war das Tablet hier beschäftigt), ansonsten gibt es zu Windows 10 Home nichts Negatives oder auch besonders Positives zu berichten, was auf das Konto des Tablets gehen würde.

Eine positive Bemerkung muss hier an der Stelle jedoch gemacht werden. Die Windows Version war schon bei Auslieferung auf Deutsch einstellbar, so dass hier keine extra Sprachpakete heruntergeladen werden mussten. Das ist keineswegs üblich und verdient ein extra Lob.

Aufgefallen ist mir allerdings beim Testen, dass ich schon vor dem Zurücksetzen wesentlich weniger Speicher verfügbar hatte als eigentlich zu erwarten wäre. Nach dem Zurücksetzen waren es gar nur noch ca. 15 GB freier Speicher und ich musste noch einmal eine Datenträgerbereinigung durchführen, welche mir dann erstmal insgesamt 28 GB freien Speicher einbrachte. Weitere Analysen zeigten dann jedoch, dass ein spezielles Verzeichnis im Windows Ordner, dafür verantwortlich war. Und zwar das FileRepository Verzeichnis im System32 Ordner. Ein händisches Löschen der Files und Ordner ist ohne Weiteres nicht möglich, also beließ ich es beim Status Quo während des Tests. Kein schöner Umstand, wenn man bedenkt, dass 64 GB generell für Windows nicht besonders viel sind.

 

Akku

3500 mAH soll der Akku laut Hersteller haben. Die Windowsmessungen zeigen mir hier einen Wert von 34 Wh (Designwert der Batterie- wirkliche Kapazität hatte ich nur 31 Wh) bei 7,6 V an und ich bin hier etwas positiv überrascht, denn das entspräche 4400mAh. Und selbst bei dem wirklich vorhandenen Wert, also 31 Wh lande ich bei einem 4000mAh Akku. Also quasi besser als vom Hersteller angegeben. Das ist dann tatsächlich einmal etwas Neues.

Das EZpad hat eine errechnete „Display on-time“, ohne Last (außer natürlich dem „Logging“ des Batteriestatus) und 50% Helligkeit, von ca. 6,5 Std. was im Grunde ziemlich in Ordnung ist für einen „3500 mAh“ Akku. Nach 5 Std. Test mit angeschaltetem Display hatte ich noch fabelhafte 25% Akku. Natürlich ist das nur ein theoretischer Wert, aber er zeigt doch, wie lange man am Stück ungefähr mit dem Gerät arbeiten kann. Die Akkuverluste im Standby belaufen sich auf ca. 10% in 24 Stunden, was generell ein guter Wert ist und wieder Aufgeladen ist das Tablet von 25% auf 100% in etwas weniger als 2 Stunden.

Im Videostreaming über den Edge Browser und Amazon Video brauchte das Tablet bei 50% Helligkeit im Vollbild und Lautstärke auf 80 tatsächlich nur ca. 30% Akku in 1,5 Stunden Streaming beim ausbalancierten Modus in den Mobilitätseinstellungen. Mit anderen Worten, der Akku reicht locker um sich einen oder auch 2 Filme anzusehen, wenn man sich nicht gerade die „Herr der Ringe Extended Edition“ ansehen möchte.

Das Tablet weiß durchaus zu gefallen, was die Akkulaufzeit angeht und solange man rechenintensive Aufgaben meidet kommt man damit auch gut durch einen Arbeitstag oder kann das Tablet für Streaming Aufgaben verwenden, wenngleich es sicherlich auch hier Tablets mit etwas mehr Standhaftigkeit beim Akku gibt, aber hier leistet sich das EZpad 6 Plus keine Fehler aus meiner Sicht, sondern punktet hier mit einer guten Akkulaufzeit. Der Akku des Gerätes kann leider nur über die dafür vorgesehene Buchse geladen werden und das Ladegerät wird dabei etwas mehr als handwarm. Ich würde also aus Sicherheitsgründen zu einem hochwertigen EU Adapter oder aber gleich zu einem Stecker-Netzteil mit EU Stecker raten.

In Summe ist der Akku gut und da Windows hier im Standby und beim Videostreaming grundsätzlich sehr sparsam ist, steht einem mobilen Begleiter, oder dem „Streaming Tablet“ eigentlich nichts im Wege. Hier könnt ihr den Battery Report einsehen: EZpad 6 Plus Battery Report

 

Lieferumfang

Die Verpackung besteht aus einer schwarzen Kartonage mit einem einfachen EZpad Schriftzug und einem JUMPER Schriftzug auf der Rückseite. Das Tablet selbst und die Beigaben waren dann in einer aus PE Schaum gefertigten Kunststoffeinlage, was aus technischer Sicht das Tablet gut schützt, jedoch können das andere Hersteller besser und verzichten weitestgehend auf Materialien aus Kunststoff bei der Verpackung. Aber das muss jeder für sich entscheiden, was er davon hält.

Außer dem Tablet selbst beschränken sich die Beigaben auf das Allernötigste:

  • Ein kleines kompaktes Usermanual in 2 Sprachen (chinesisch/ englisch),
  • ein kleiner englischsprachiger Reminder was zu beachten ist, nachdem man das Gerät erhalten hat,
  • ein kleines quadratisches Blättchen, mit einem Datumsstempel
  • ein AC/DC Ladeadapter (Output Power: 12 V/2000mA) mit festem proprietärem Stecker am Kabel. Die Bezeichnung deutet auf ein OEM Standardladegerät hin. JHD-AP024C-120200BA, d.h. es kann auch ein Stecker mit EU Plug gekauft werden. Dieser nennt sich dann JHD-AP024E

 

Preisvergleich

 


221,- €

ausverkauft

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Versand & Zoll

Der Versand nach Deutschland ist kostenlos und eure Ängste wegen dem Zoll sollten in diesem Fall unbegründert sein, weil Gearbest die Verzollung für euch vornimmt (Wenn ihr die Versandart „Priority Line: German Express“ bei der Bestellung wählt). Genaueres zum Versand & der Verzollung könnt ihr im Blog von GearBest.com nachlesen.

Somit wird das Paket bis zu eurer Haustür geliefert, ohne dass weitere Kosten anfallen.

 


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Tobias Hartmann
Hi, ich bin Tobias - Gründer und seit 2009 begeisterter Blogger auf tobias-hartmann.net! Mit Begeisterung berichte ich euch über Smartphones, Tablets & Notebooks aus China, versuche euch bei alltäglichen IT Problemen zu unterstützen und schreibe Anleitungen um euch zu helfen.