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ALLDOCUBE M5XS Testbericht

Tablets Cube / ALLDOCUBE
63.3

Pro

  • Soundqualität besser als bei vielen anderen Tablets in dieser Kategorie
  • stabiles, “fast stock” Android
  • kein Hybridslot, also 2x SIM+ Micro-SD gleichzeitig möglich

Contra

  • Verarbeitungsqualität
  • alter Security Patch Stand
  • ständig wiederkehrende Mini Ruckler
  • SIM-Karten Einschub und Micro-SD Karten Einschub sind schwer zugänglich
  • nur Micro-USB, billig wirkendes Netzteil
  • Kamera Qualität ist ungenügend

Fazit

Ein schwieriges Unterfangen, war dieser Test, weil ich nach der ersten Enttäuschung bzgl. dem ersten Anschein nach fehlenden Möglichkeiten, wie Mobilfunkunterstützung und Micro-SD Einschub erst einmal wieder versuchen musste objektiv zu urteilen. Ihr werdet im Test lesen worauf ich hinauswill. Zudem sind es viele nervende Kleinigkeiten die es aus meiner Sicht nicht ermöglichen dem Tablet eine bessere Bewertung zu geben. Zugegeben, der Preis von ca. 140€ laut Hersteller ist sicherlich ein Punkt, welcher den Einen oder Anderen neugierig werden lassen. Leider ist die aus meiner Sicht fehlende LTE Unterstützung und die Gesamtperformance einer der Knackpunkte um das Tablet für einen bestimmten Benutzerkreis zu empfehlen. Außerdem war ich nach andauernder Recherche im Netz zunehmend verwundert, dass das Tablet SW -seitig immer T1001XS bezeichnet wurde, während das Gerät selbst die T1006X S Bezeichnung trägt und auch die FW auf ALLDOCUBE.com das Release Datum 20.04.2019 trägt. Da verwundert es schon, dass der Sicherheitspatch aus dem Februar 2018 stammt, allerdings ist die Build Nummer mit 181215 auf der ALLDOCUBE Seite identisch mit der im Tablet. So bleibt ein mittelmäßiges Tablet welches nicht viel richtig macht und zu allem Überfluss mit relativ alter SW (Securitylevel) daherkommt.
63.3
Akku - 75
Design & Verarbeitung - 50
Display - 55
Handling & Mobilität - 75
Konnektivität & Verbindungen - 75
Performance - 50

Zu jedem guten Testbericht gehört es, dass man sich im Vorfeld Gedanken über das Produkt und den Hersteller macht und sich die genannten Spezifikationen ansieht. So auch hier beim ALLDOCUBE M5XS und so bietet ALLDOCUBE eine Reihe von Tablets unterschiedlichster Kategorien an. Alleine für das Produktkürzel „M5“ gibt es 4 verschiedene Varianten. Das M5, M5S, M5X und das hier im Detail getestete M5XS. Mit guter HW Ausstattung zu einem günstigen Preis lautet die Devise bei diesem Tablet. Eingestimmt mit den Schlagworten „Deca-Core High Performance Dual 4G-LTE Tablet“ startete ich den Testbericht.

 

 

Preisvergleich

 


191,- €


zollfrei

Empfehlung

111,- €


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128,- €


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139,- €


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Design und Verarbeitung (Handling & Mobilität)

Das Design des M5XS hält sich an den Quasi-Standard im unteren Preissegment. So gibt es relativ breite Ränder um das 10.1 Zoll Display. Ca. 1,8 cm oben und unten, sowie 1,2 cm rechts und links.  Die Dicke beläuft sich auf bis zu ca. 9,5 mm und die Ränder um das Tablet haben einen ansehnlichen kleinen Radius. Das 556 g schwere Tablet weißt eine metallene, in grau gehaltene Uni-Body-Rückseite auf, die wie üblich an der Oberseite durch das Kameramodul der rückseitigen Kamera unterbrochen wird. Auffällig hierbei ist, dass die sehr breit gehaltene Unterbrechung sich eher nach Metall anfühlt als der Rest der Rückseite, aber aus Kunststoff ist (später mehr dazu). Man sieht einen chinesischen Schriftzug in der Mitte der Rückseite und diverse Produktinformationen am unteren Rand. Die Buttons und Anschlüsse sind vorbildlich auf der Rückseite beschriftet. Am ,von vorne betrachtet, rechten Rand haben wir im oberen Drittel den Ein-/ Ausschalter und die Lautstärkewippe und ein Mikrofonloch. Beide Buttons sind aus Kunststoff, aber mit gutem Druckpunkt. Am linken Rand gibt es keinerlei Anschüsse oder Bedienelemente und am unteren Rand haben wir 2 Lautsprechergitter. Oben am Rand erhält man den Micro-USB Anschluss und einen Kopfhörerausgang und eine kleine Einbuchtung, deren Sinn sich mir nicht auf den ersten Blick erschloss. Die Vorderseite enthält das Display und ein mittig, oberhalb des Displays angebrachtes Kameramodul.

Die Spaltmaße des Tablet sind nicht optimal und an der einen oder anderen Stelle bekam ich den Fingernagel in die Vertiefung. Außerdem zeigt der Verwindungstest, dass die Verarbeitung wohl nicht auf einem besonders hohen Niveau liegt und das Tablet knarzte leicht beim Test und auch beim nur in die Hand nehmen spürt man, dass die Materialien nicht das „Gelbe vom Ei“ sind.

Die Maße des Gerätes an der Front gemessen betragen 24,2 cm in der Breite und 17,2 cm in der Höhe.

Alles in Allem ist das Design als Standardkost zu bezeichnen und es gibt hier keinerlei Überraschungen, außer das ich verzweifelt auf der Suche war, wo sich denn der SIM-Karten Einschub oder die Speicherweiterung finden lässt. Nach einiger Recherche und etwas Gewalt, habe ich festgestellt, dass sich die Kameraabdeckung durch die angesprochene Vertiefung aushebeln lässt. Die Fingernägel werden es einem Danken, wenn man dies öfter versucht. Des Weiteren ist nach ca. 5 Versuchen eine der kleinen Plastiknasen abgebrochen, welche die Abdeckung über SIM- Karten, Micro-SD Karten Slot und Kamera hält. Vom Handling her keine gute Wahl, denn damit erzwingt man bei häufigem Micro-SD Karten Wechsel quasi einen Bruch der Abdeckung. Das Einschieben und wieder Herausnehmen von Sim-Karten und Micro-SD ist zudem noch eine sehr fummelige Angelegenheit. Positiv ist hier, das es sich nicht um einen Hybridslot handelt sondern man kann 2 SIM-Karten und Speicherkarte gleichzeitig benutzen. Die Verarbeitung in Summe ist leider nur unteres Mittelmaß.

 

 

Display

Das in OGS (one glass solution) Technologie gefertigte 10,1 Zoll Display soll eine Auflösung von 1920x 1200 bieten und diverse Anwendungen zeigen mir auch Entsprechendes an. Die gemessene Displaygröße beträgt 21,6 cm in der Breite und 13,5 cm in der Höhe, was einer 16:10 Darstellung entspricht und einem 10 Zoll Display. Die errechnete Pixeldichte beläuft sich also auf ca. 226 PPI.

Ein automatischer Helligkeitssensor ist nicht vorhanden und bei moderatem Sonnenlicht ist bei maximaler Helligkeit schon kaum mehr ein Ablesen des Displays möglich. Außerdem spiegelt das Display sehr und die von Werk an manchem Stellen etwas unsauber aufgebrachte Folie ist sehr anfällig für Kratzer und Fingerabdrücke. Mira Vision ist vorhanden und ich habe während des Testzeitraums auch tatsächlich das im Standard etwas blass wirkende Display auf „Lebendige Farben“ eingestellt. Danach wirkt die Farbwiedergabe deutlich besser als vorher, aber das spiegelt natürlich nur mein subjektives Empfinden wieder. Während des Testens ist mir die geringe Helligkeitsveränderung von 50%- 100% aufgefallen. Will heißen, der Spielraum von minimaler Helligkeit bis hin zu maximaler Helligkeit ist nicht besonders hoch.

Der Touchscreen erkannte 9 Finger einwandfrei und ich konnte keinen Input-Lag oder nicht erkannte Eingaben während der Nutzung feststellen, aber die aufgebrachte Folie erleichtert das „Sliden“ mit den Fingern nicht gerade, was des Öfteren dazu führte, das Touch-Bewegungen unnatürlich wirkten. Im oberen Bereich des Displays passierte es leider des Öfteren , das anstelle eines „neuen Tab“, oder der Wechsel selbiger in Chrome, das Android Schnelleinstellungsmenü aufpoppen lies und die Eingabe wiederholt werden musste.

Persönlich würde ich das Display bzgl. Auflösung, Farbwiedergabe, Größe und Reaktionszeiten in die Mittelklasse stecken, aber der fehlende Helligkeitssensor und die aus meiner Sicht behindernde Folie und die geringe Helligkeit dämpfen das Ergebnis.

 

 

Leistung

Das ALLDOCUBE M5XS sollte mit einem Mediatek Helio X27 (MT6797X), 3GB RAM und 32GB Speicher kommen, allerdings ließ sich aus meiner Sicht nicht genau feststellen welche SoC denn nun tatsächlich verbaut ist, denn die Bezeichnung MT6797 (ohne das X) deutet auf einen X20 oder X23 hin und die Taktfrequenzen und Bezeichnungen, welche versch. Tools ermittelten deuten alle auf einen X20 hin . Gehen wir einmal davon aus, dass das Tablet einen X27 hat, wie angepriesen und darauf werde ich den Test auch aufbauen, denn nicht jeder sucht in den Tiefen der Bezeichnungen heraus, um welchen Chipsatz es sich handelt.

Dieser Zehnkern- Prozessor ist nicht mehr die aktuelle Generation, aber prinzipiell kein langsamer Prozessor. Unterstütztender Grafikprozessor ist beim X27 ein Mali-T880.

Da der Prozessor grundsätzlich genügend Leistung für den alltäglichen Betrieb mitbringt ist es umso verwunderlicher, dass das Tablet von Beginn an Denkpausen einlegt und sich auch bei Bildübergängen oder beim Einblenden des Android-Kurzwahlmenüs kein Gefühl einer flüssigen Bewegung einstellen will. Spiele habe ich einige getestet und grundsätzlich kann man mit dem Tablet einige Spiele zum Zeitvertreib nutzen, aber auch hier hinkt die Performance aus meiner Sicht hinter den eigentlichen Benchmark Ergebnissen her. Das Scrollen im Browser war teilweise mit deutlichen Lags verbunden und je mehr Tabs offen waren, umso langsamer wurde das Hin- und Herspringen zwischen den Tabs. Ich fühlte mich zeitweise an Android Zeiten erinnert, wo man nach 3-4 benutzten Apps, alle Nase lang dieselben Apps wieder manuell geschlossen, bzw. aus dem Speicher befördert hat.

Youtube in 4k im Chrome Browser funktionierte soweit und war über die Youtube App natürlich auch in Full-HD oder 1440p ohne Abstriche möglich, wenngleich auch hier hin und wieder sonderbare Ruckler zu sehen waren. Leider ist nur Widevine L3 vorhanden, so dass bei einigen Content Anbietern HD oder höhere Auflösungen außen vor bleiben müssen.

Das M5XS wird sowohl beim Browsen, Spielen oder bei Videos leider mehr als handwarm und ich würde das Tablet dabei nicht dauerhaft in der Hand halten wollen. Bei Benchmark-Tests wurde die Hitzentwicklung noch einmal etwas verstärkt.

Die Lautstärke war für die Größe des Tablets sehr laut und im Gegensatz zu manch anderen Vertretern habe ich mir hier manchmal eine geringere Minimallautstärke gewünscht. Das Tablet gibt Audio in Stereo wieder, wenngleich aufgrund des geringen Abstandes der Lautsprecher zueinander, kaum ein Stereogefühl aufkommt. Verzerrt wird erst erstaunlich spät, aber leider sind Bauart-bedingt die Bässe Nahe einer Nichtexistenz. Der Klang über den Kopfhörerausgang ist exzellent.

Apps lassen sich ohne große Wartezeiten installieren aber der Speicher ist leider nicht der Schnellste und das merkt man auch, denn auch das Kopieren innerhalb des Dateisystems ist relativ zäh. 1GB werden innerhalb des Dateisystems in ca. 28 Sekunden Hin und Her kopiert. Vom internen Speicher auf die SD Karte braucht das Kopieren der 1GB Datei sogar fast 80 Sekunden und umgekehrt ca.  70 Sekunden. Die Screens von AndroBench zeigen euch noch die vom Tool gemessenen Geschwindigkeiten und wo sich das Tablet im Vergleich zu anderen Geräten einordnen lässt. Aber schnell ist einfach etwas Anderes und man merkt auch hier den Rotstift deutlich, denn etwas mehr Performance hätte es schon sein dürfen.

Zu guter Letzt, im Leistungstest wie so oft die beiden Kameras und ich erspare euch viel Leserei, denn sowohl Back, als auch Frontkamera haben sich den Einbauplatz nicht verdient. Die Frontkamera (2 MP) ist mit das Schlechteste was ich seit langem vor mir hatte und die rückseitige Kamera (5 MP) ist keineswegs besser. Der Autofokus macht Fehler, der Blitz ist quasi nicht existent, denn damit kann ich maximal 50-80 cm ausleuchten und scharfe Bilder sind nicht einmal beim Auflegen des Tablets machbar. Die Kameraausstattung ist damit komplett durchgefallen und damit keinerlei weiteren Erwähnung wert. Sonstige weitere Features oder auch Sensoren sucht man vergebens. Lediglich ein Sensor wurde verbaut.

 

 

Konnektivität / Verbindungen / weitere Features

Drahtlos:

Das Gerät bietet wie vom Hersteller angegeben eine Mobilfunkschnittstelle und könnte damit auch sehr flexibel eingesetzt werden. Warum im Konjunktiv geschrieben, werde ich unten kurz erklären. SW seitig sind Telefon App oder SMS App vorhanden und funktionieren soweit einwandfrei, wenngleich es die Einschränkung gibt, dass man entweder „Jedes Mal fragen“ für Telefonanrufe oder SMS einstellt, oder man auf eine der SIM- Karten fixiert ist, welche im SIM-Karten Menü eingestellt wurde. Weiter sollte man erwähnen, dass die SIM-Karten nur nach einem Reboot des Tablets erkannt werden und das sogenannte Micro-Sim Karten benutzt werden müssen, oder entsprechende Adapter zur Nano-SIM, also werft die Plastikrahmen der Kärtchen nicht weg. Man weiß nie wann man sie doch wieder benötigt.

Dual Band WLAN, Bluetooth 4.2 sind ebenfalls mit an Bord.

Bleiben wir zuerst beim WLAN und dessen Empfangsstärke ist sowohl im 2,4 GHz, wie auch im 5GHz leider nur Durchschnitt. Da gibt es deutlich bessere Geräte auch im LowCost Bereich. Im Gegensatz zu HighEnd Geräten reden wir hier von ca. 15 dBm Unterschied.

In Verbindung mit der Test-App von Fritz ist die Geschwindigkeit im WLAN  dann in etwas das, was man für den Preissektor erwarten darf. Die Verbindungen sind relativ stabil sofern wir uns im ausreichend versorgtem Bereich befinden. Was die reine Geschwindigkeit angeht kann das Tablet nicht mit einer aktuellen Gerätegeneration mithalten, aber zum Surfen und Streamen reicht das Gebotene allemal aus. Die erreichten Geschwindigkeiten im 2.4 GHz Band liegen bei ca. 48 Mbit/s und im 5 GHz Band bei bis zu ca. 211 Mbit/s.

Das integrierte Bluetooth 4.2 funktioniert gut und die Reichweite geht in Ordnung, wobei man den Raum nicht verlassen sollte. Ich hatte im gesamten Testzeitraum aber keinerlei Abbrüche. Die Verbindungen zu versch. Bluetooth Headsets funktionierten ebenfalls bis zu einer Reichweite von wenigen Metern gut.

Das GPS funktioniert gut und ein Fix zu den Satelliten ist binnen einiger Sekunden verfügbar. Die versteckten Slots für SIM-Karten und Micro-SD Karte funktionierten bei mir leider nur mit UMTS/3G, denn leider musste ich feststellen, dass obwohl im MTK- Engineering Mode die entsprechenden LTE-Bänder zur Benutzung freigeschalten sind und bei mir im Testbereich sowohl Band 3 als auch Band 20 verfügbar sind keine LTE Verbindung zu Stande kommt. Die Verbindungen über 3G sind soweit in Ordnung und bieten entsprechende Geschwindigkeiten in Abhängigkeit zum verfügbaren Mobilfunknetz. Die Screenshots zeigen euch sowohl die verwendbaren LTE Bänder, als auch die UMTS Geschwindigkeiten. Die Implementierung lässt keine Dual LTE Einstellung zu, d.h. es muss gewählt werden, welche der beiden SIM-Karten auf das LTE Netz zugreifen kann und welche sich mit 3G und 2G begnügen muss, wenn es denn funktioniert. Hier muss man erwähnen, dass dies viele Mobiles so handhaben und wenn man sich 2 Verträge (einen für Daten und einen zum Telefonieren) besorgt geht das auch prinzipiell in Ordnung, aber wenn der Werbende mit Dual LTE wirbt, sollte genau das im Tablet drinstecken. Und nachdem so ein Test ja die Nutzbarkeit eines Gerätes für die Allgemeinheit zeigen soll, verzichtete ich darauf an den MTK Engineering Einstellungen zu schrauben um evtl. zu erreichen, dass ich irgendwie die LTE Verbindungen hinbekomme. So etwas sollte heute mit einem simplen Einstecken der SIM-Karten eigentlich funktionieren.

 

 

Betriebssystem

Als Betriebssystem kommt beim M5XS Android 8.0.0 zum Einsatz mit dem Security-Level vom 05.02.2018, also nicht mehr „ganz aktuell“. Ob und wann für eine Tablet dieser Preisklasse ein Update angekündigt und dann sogar ausgeliefert wird, kann man derzeit nur spekulieren. Ein OTA Update wurde im Testzeitraum nicht geboten.

Im Auslieferungszustand sind 6,2 GB, von den 32GB vorhandenem Speicher belegt. Das ist nicht sehr viel und auf „Bloatware“ oder irgendwelche in Chinesisch gehaltene Apps wurde vollständig verzichtet. Sehr gute Entscheidung.

Das Tablet hat nach dem Zurücksetzen die Standard Android Einrichtungsroutine hinterlegt mit der Sprache, Google Konto, usw. eingerichtet werden können. Danach findet man einen Drawer und die üblichen Verdächtigen, also keinerlei Anpassungen oder andere Gimmicks wurden zusätzlich eingebaut. Ein cleanes ziemlich am Original gehaltenes Android.

SW technisch war der PlayStore vorinstalliert und ich konnte keinerlei Einschränkungen innerhalb des Appstores von Google erkennen.  Anzumerken an dieser Stelle wäre, dass der Playstore relativ „ruckelig“ läuft und auch generell das Tablet kaum SW- seitig angepasst wurde. Persönlich bin ich der Meinung, dass man aus der beworbenen Hardware mehr Performance herausholen kann und andere Hersteller haben das auch schon gezeigt, dass der X27 leistungsfähiger ist, als es hier den Anschein macht. Und hier kommen wir zu einem Punkt den ich im Fazit nochmal aufgreifen werde. Alle internen Bezeichnungen des Tablets lauten 1001XS, wobei 1006X S die richtige Bezeichnung wäre. Nun ist es oftmals so, dass Hersteller aus Fernost eine Android-Build bauen und diesen für versch. Geräte verwenden und dabei nur leicht modifizieren. Recherchen auf der Homepage des Herstellers, haben jedoch gezeigt, dass die Bezeichnung 1001 sich auf ein Power M3 Tablet bezieht und nicht auf das hier vorliegende M5XS.

Die SW Buttons am unteren Bildschirmrand lassen sich ausblenden und bei Bedarf mit einem Wisch nach oben hervorholen. Hier gibt es ebenfalls „Standardkost“. Von links nach rechts sieht das dann wie folgt aus: Ausblenden, Zurück, Home, zuletzt geöffnete Apps, Screenshot, Einstellungen.

Des Weiteren ist Google Discover (vormals Google Feed), also der Wisch vom letzten linken Homescreen nach links um die Google  News und die angepinnten Karten zu zeigen bereits vorinstalliert.

Die Menüpunkte im Schnellmenü kann man wieder nach Herzenslust anpassen aber irgendwelche Besonderheiten sucht man Vergebens und ich würde generell sagen, dass das Betriebssystem auf dem M5XS eher einem Smartphone Android gleicht, als einer für Tablets halbwegs angepassten Version.

Die Stabilität und die Bedienung innerhalb des Betriebssystem funktioniert bis auf die ständig wiederkehrenden Ruckler sehr gut. Es wurden keinerlei groben Lags oder Abstürze während des Testzeitraumes beobachtet. Apps starten relativ flott aber innerhalb der Bedienung hat man generell immer das Gefühl, dass könnte Alles etwas flüssiger sein.

 

 

Akku

Den Akku gibt der Hersteller mit 6600 mAh an. Geladen wird das Tablet leider noch nach dem Micro-USB Standard und das Ladegerät hat leider keinen europäischen Stecker. Das gelieferte Netzteil lädt mit 5V/2A und hat kein fest montiertes Kabel, sondern ein beliebiges Micro-USB Kabel lässt sich dank der USB-Buchse benutzen. Soweit die Fakten, doch was macht das Tablet mit seiner Kapazität?

Die Akkuverluste im Standby belaufen sich auf 5 % in 10 Stunden, bei eingeschaltetem WLAN natürlich. Das ist kein ganz guter Wert, aber auch nicht schlecht.

3 Std. Videostreaming mit Youtube bei max. Helligkeit dagegen knabbern leider ganz schön am Akku und hier werden ca. 53% des Akkus belastet, auf der anderen Seite heißt das, dass man trotzdem ausgiebig Videos genießen kann, bevor das Tablet wieder an den Strom muss.

Im Mischbetrieb mit Standby und eMails abfragen, ein bisschen im Internet stöbern, ein paar Spielchen, oder auch Streaming komme ich ganz gut über den Tag. Mehr ist jedoch nicht drin und Abends muss das Tablet wieder an das Ladegerät. Fairerweise muss man allerdings sagen, dass ich das Tablet während der Nutzung immer bei max. Helligkeit betrieben habe und in Innenräumen könnte man die Helligkeit auch auf ca. 50% stellen.

Beim Laden über das mitgelieferte USB Netzteil wird das Netzteil sehr warm um nicht zu sagen heiß, so dass ich während des Testens irgendwann auf ein Standard Anker Netzteil ausgewichen bin. Es wird kein Quickcharge oder Ähnliches verwendet und mit meinem 20 W Anker Netzteil betrug die Ladezeit von 50% auf 100% ca. 2,5 Stunden, während das originale Netzteil hier gut und gerne 4 Stunden benötigte.

Bleibt mit zum Akku nur zu sagen, dass er prinzipiell ausreichend dimensioniert ist, aber auch hier sind es die kleinen Versäumnisse, welche deutlich den Sparkurs bei dem Tablet unterstreichen. Kein CE- Zeichen beim Netzteil, extreme Hitzeentwicklung des Netzteils, lange Ladezeiten mit dem originalen Netzteil und leider nur Micro-USB sind in der heutigen Zeit einfach nicht mehr in Ordnung.

 

Lieferumfang:

Geliefert wird das ALLDOCUBE M5XS in einem, in weiß gehaltenem Karton und im Inneren befindet sich wie üblich bei Tablets eine Lage aus Kartonschachteln (u.a. für das Zubehör) und eine Schaumstofflage für das Tablet selbst.

Der Lieferumfang beschränkt sich auf das Nötigste:

  • ALLDOCUBE M5XS in grau inkl. vormontierter Displayschutzfolie
  • Micro- USB Kabel in schwarz, ca. 80 cm
  • Ein Aufkleber mit der Modellbezeichnung T1001
  • Ein Quickguide in Englisch und Chinesisch
  •  Ein Netzteil ohne Eurostecker und mal zur Abwechslung auch ohne CE- Zeichen mit der Output Power Beschriftung 5V/2A

 

 

Preisvergleich

 


191,- €


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Empfehlung

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Versand & Zoll

Der Versand nach Deutschland ist kostenlos und eure Ängste wegen dem Zoll sollten in diesem Fall unbegründert sein, weil Gearbest die Verzollung für euch vornimmt (Wenn ihr die Versandart „Priority Line: German Express“ bei der Bestellung wählt). Genaueres zum Versand & der Verzollung könnt ihr im Blog von GearBest.com nachlesen.

Somit wird das Paket bis zu eurer Haustür geliefert, ohne dass weitere Kosten anfallen


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Fazit

Ein schwieriges Unterfangen, war dieser Test, weil ich nach der ersten Enttäuschung bzgl. dem ersten Anschein nach fehlenden Möglichkeiten, wie Mobilfunkunterstützung und Micro-SD Einschub erst einmal wieder versuchen musste objektiv zu urteilen. Ihr werdet im Test lesen worauf ich hinauswill. Zudem sind es viele nervende Kleinigkeiten die es aus meiner Sicht nicht ermöglichen dem Tablet eine bessere Bewertung zu geben. Zugegeben, der Preis von ca. 140€ laut Hersteller ist sicherlich ein Punkt, welcher den Einen oder Anderen neugierig werden lassen. Leider ist die aus meiner Sicht fehlende LTE Unterstützung und die Gesamtperformance einer der Knackpunkte um das Tablet für einen bestimmten Benutzerkreis zu empfehlen. Außerdem war ich nach andauernder Recherche im Netz zunehmend verwundert, dass das Tablet SW -seitig immer T1001XS bezeichnet wurde, während das Gerät selbst die T1006X S Bezeichnung trägt und auch die FW auf ALLDOCUBE.com das Release Datum 20.04.2019 trägt. Da verwundert es schon, dass der Sicherheitspatch aus dem Februar 2018 stammt, allerdings ist die Build Nummer mit 181215 auf der ALLDOCUBE Seite identisch mit der im Tablet. So bleibt ein mittelmäßiges Tablet welches nicht viel richtig macht und zu allem Überfluss mit relativ alter SW (Securitylevel) daherkommt.
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Tobias Hartmann
Hi, ich bin Tobias - Gründer und seit 2009 begeisterter Blogger auf tobias-hartmann.net! Mit Begeisterung berichte ich euch über Smartphones, Tablets & Notebooks aus China, versuche euch bei alltäglichen IT Problemen zu unterstützen und schreibe Anleitungen um euch zu helfen.