Telemedizin: Ein interessanter und aufstrebender Teil des Gesundheitssystems

IT Allgemein

Aktuell ist Telemedizin in aller Munde. 2018 in Deutschland von der Bundesärztekammer offiziell zugelassen, nutzen immer mehr Bundesbürger die Möglichkeit der Fernbehandlung. Telemedizin ist ein breiter Begriff, der sich aus der Telematik ableitet und bezeichnet in erster Linie die Diagnostik und Therapie unter Einsatz audiovisueller Kommunikationstechnologien. Dabei können räumliche und zeitliche Distanzen zwischen Therapeut und Patient mittels Telekommunikation überbrückt werden.

 

Wachstumsbeschleunigung durch Corona

Schon vor Ausbruch von COVID-19 zu Beginn des Jahres 2020, stieg die Anzahl der virtuell durchgeführten Sprechstunden hierzulande deutlich an. Immer mehr Menschen wurden auf die Telemedizin und deren Vorteile aufmerksam und nutzen die Dienste der verschiedenen Gesundheitsunternehmen, um sich per Videotelefonie Rat von einem Arzt einzuholen. Durch den Ausbruch des SARS-CoV-2-Erregers hat sich diese Entwicklung deutlich beschleunigt. Die Unternehmen berichten von starken Wachstumszahlen im ersten Halbjahr 2020 und gehen davon aus, dass der Wachstumstrend noch lange anhalten wird.

 

Vorteile von Telemedizin

Telemedizin bietet viele Vorteile. Aktuell kommt besonders die Möglichkeit, ohne jeglichen physischen Kontakt zum Arzt von zuhause aus, eine Sprechstunde wahrzunehmen, voll zum Tragen. Aufgrund der hochansteckenden Natur von Corona ist bei Symptomen, die auf das Virus hinweisen, ist ein virtueller Arztbesuch sehr vorteilhaft. So kann man ohne das Haus zu verlassen, Rat von einem Experten einholen und es besteht kein Risiko, andere oder sich selber auf dem Weg zur Behandlung oder in Praxis oder Krankenhaus anzustecken. Zudem ist eine Telemedizin Sprechstunde deutlich günstiger als ein herkömmlicher Arztbesuch und die Wartezeiten deutlich geringer. Zudem wird Millionen von Menschen rund um den Erdball durch Telemedizin der Zugang zu Spezialmedizin geschaffen.

 

Kostenlose Behandlung bei Corona-Symptomen

Viele Gesundheitsunternehmen haben die Vorteile der Telemedizin in der aktuellen Lage erkannt und Personen mit Corona-Symptomen den Zugang zur Fernbehandlung nochmals erleichtert. So hat der schwedischen Marktführer KRY schon sehr früh nach Ausbruch des Virus bekannt gegeben, ihren Service für Bundesbürger mit Verdacht auf eine Infektion kostenlos zur Verfügung zu stellen. So kann jeder, der besorgt ist, sich mit COVID-19 angesteckt zu haben, schnell und kostenfrei mit einem Mediziner sprechen. KRY verspricht, dass keiner der Patienten länger als 30 Minuten auf einen Termin warten muss und stellt zudem auf ihrer App einen Symptom-Check zur Verfügung, der dabei hilft, die Symptome einzuordnen. Besteht auch nach der visuellen Sprechstunde der Verdacht, sich mit dem Virus angesteckt zu haben, kann der Arzt wichtige Tipps zu den Verhaltensregeln und den nächsten Schritten nennen und zudem die nächste Anlaufstelle für einen Test nennen.

 

Telemedizin die Zukunft in der Gesundheitsversorgung

Experten gehen davon aus, dass die positive Entwicklung der Branche auch nach Abklingen der Pandemie weitergehen wird. Die vielen Vorteile liegen auf der Hand und besonders technikaffine junge Patienten haben diese auch erkannt. Dabei kann die Fernbehandlung viele physische Arzttermine ersetzen und die Effizienz des Gesundheitssystems deutlich steigern.



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Tobias Hartmann
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