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VDSL 100: Großstädte müssen vorerst auf schnelleres Internet verzichten

24. April 2015

vdsl100

Egal wo man hinkommt, überall gibt es WLAN. In der eigenen Wohnung, im Café, in der Uni oder im Büro. Dadurch sind wir an eine ständige und schnelle Internetverbindung gewöhnt. Die immer weiterentwickelten Apps und Smartphone-Features verlangen ebenfalls oftmals nach einer schnellen Verbindung. Doch im Internetdschungel zwischen DSL und LTE ist es schwer den Überblick zu behalten, welche Verbindung nun wirklich für Highspeed sorgt. Das Technikblog „PC Spezialist“ hat in einem Artikel zusammengefasst, wo eigentlich die Unterschiede zwischen VDSL, DSL, LTE und Kabel liegen und welche Verbindungsart sich für welche Ansprüche eignet.

Klar ist, dass DSL-Anschlüsse derzeit deutlich langsamer sind als Kabelanschlüsse. Am schnellsten ist bereits seit 2006 jedoch die VDSL-Verbindung mit 50 Megabit/Sekunde. Doch es geht noch schneller: Internetanbieter, wie 1&1, bieten bereits das doppelt so schnelle VDSL 100 an. Allerdings ist das Turbointernet bisher noch nicht überall verfügbar. Von der Entwicklung profitieren vor allem die kleineren Städte. Überall dort, wo bisher kein richtig schnelles DSL verfügbar war, gibt es nun VDSL 100, wie bspw. in Aalen, Fulda, Offenburg, Siegburg oder Zweibrücken. Großstädte hingegen müssen sich weiter mit der einfachen VDSL Geschwindigkeit von 50 Mbps zufrieden geben.

 

Neue Technik notwendig

Wer zukünftig ebenfalls vom schnelleren VDSL profitieren will, braucht allerdings auch neue Technik. Neben den grauen Kästen am Straßenrand, die von den Anbietern selbst auf Vordermann gebracht werden, benötigt der Kunde einen neuen Router. Ein Router der neueren Generation, der bereits VDSL-fähig ist, kann aber auch zukünftig für die doppelte Geschwindigkeit genutzt werden. Wer nun Angst hat, dass vor seiner Haustür die Straßen aufgerissen werden, nur um schnelleres Internet „zu verlegen“, kann beruhigt sein: im Idealfall muss für die Verdopplung der Schnelligkeit kein einziges Kabel neu gelegt werden. Bei der Änderung auf VSDL 100, dem sogenannten Vectoring, werden die Störsignale, die bei der Datenübertragung der eng nebeneinanderliegenden Telefonkabel entstehen, durch moderne Signalverarbeitung herausgerechnet, sodass die Übertragung deutlich effektiver wird.



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