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Mythos Free Webhosting – Das Geschäft mit dem kostenlosen Speicherplatz

5. November 2014

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Die eigene Internetseite ist heute zum Standard geworden, und kaum ein Unternehmen kann es sich leisten, auf die Präsenz im World Wide Web zu verzichten. Auch Privatpersonen nutzen längst die technischen Möglichkeiten, um Bilder im Netz zu veröffentlichen oder eigene Gedanken zu publizieren. Grundlegende Programmierkenntnisse sind dafür nicht mehr notwendig; die technische Hürde ist gefallen.

Zahlreiche Anbieter holen neue Internetnutzer dort ab, wo sie stehen und bieten ihnen mit intuitiven Baukastensystemen einen leichten Einstieg in die Welt des Web-Publishings. Auch die Hosting-Angebote der IT-Unternehmen werden immer kostengünstiger. Das Geschäftsmodell „Freemium“ bietet Endanwendern eine ganze Reihe an Soft- und Hardware-Lösungen sogar gänzlich unentgeltlich an – Free Webhosting erfreut sich zunehmend größerer Beliebtheit. Vor allem Einsteiger greifen bevorzugt zu kostenlosen Speichermöglichkeiten, um ihre Internetseiten ins Netz zu stellen. Doch ist Freemium wirklich kostenlos?

Kostenlose Hosting-Lösungen stellen für Privatanwender eine verlockende Alternative dar. Etablierte Bezahlanbieter wie das Telekom-Tochterunternehmen Strato können allerdings zahlreiche Argumente aufzeigen, die gegen die Nutzung von Freehostern sprechen. Erfahrende Webseiten-Betreiber wissen, dass „kostenlos“ bei solchen Hosting-Möglichkeiten in der Regel nur die halbe Wahrheit ist. Wer Speicherplatz im Netz zur Verfügung stellt, muss in der Regel eine Reihe von Servern betreiben. Diese verbrauchen Strom und wollen gewartet werden. Betreiber eines Rechenzentrums müssen Miete für die Räumlichkeiten zahlen und Gehälter für die beschäftigten Mitarbeiter. Da es sich bei Freehostern in der Regel jedoch um gewinnorientierte Unternehmen handelt, müssen diese Ausgaben letztlich wieder eingespielt werden.

Zum lohnenden Geschäft wird Freehosting vor allem durch das Einblenden von Werbebotschaften. Dies kann in Form von Bannerwerbung auf der gehosteten Webseite oder im Login-Menü des Kunden stattfinden. Hinzu kommen Einnahmen durch kostenpflichtige Zusatzangebote: Die Freemium-Linie ist in der Regel nur eine Produktsparte eines Freehosting-Anbieters. Sie dient dazu, Kunden zu generieren und zum Erwerb kostenpflichtiger Zusatzoptionen zu motivieren. Meist ist das Gratispaket in seinem Funktionsumfang stark beschränkt. Dies äußert sich bei Webhostern oft durch einen begrenzten Speicherrahmen und die Beschränkung auf Subdomains nach dem Vorbild providername.de/kundenname. Möchte man die Möglichkeiten des World Wide Web jedoch in vollem Umfang nutzen, kommt man um ein kostenpflichtiges Upgrade in der Regel nicht herum. Internetnutzer sollten sich daher lieber gleich fragen, ob sie mit einem professionellen Dienst nicht doch besser beraten sind.

 



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