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Arbeitsspeicher – der Schlüssel zur optimalen PC-Leistung

5. Mai 2014

Arbeitsspeicher

Die PC-Nutzung der Deutschen geht heutzutage deutlich über Textverarbeitung und Internet-Recherche hinaus. Laut einer diesjährigen Umfrage von statistica.com verwenden 58,8% der Befragten Ihren PC für digitale Spiele, 38,2% für Datenbanken und 32,1% zur Bearbeitung von Videos und Fotos. Bei diesen vielfältigen Aufgaben ist ein flotter PC essenziell. Diese Leistungsfähigkeit Ihres Systems ist unabdingbar an den vorhandenen Arbeitsspeicher gebunden.

 

Langsamer PC? Arbeitsspeicher überprüfen!

Der Arbeitsspeicher Ihres Geräts ist begrenzt und lagert mit der Zeit Daten an die eigene Festplatte aus. Der Datenaustausch mit dieser Festplatte dauert allerdings um einiges länger und so erfolgt eine ganzheitliche Entschleunigung Ihres Systems.

Wenn Sie wissen möchten, ob auch Sie mehr aus Ihrem PC herausholen können, empfiehlt sich zunächst eine Überprüfung der Auslastung Ihres Arbeitsspeichers. Über den Start-Button gelangen Sie zur „Systemsteuerung“ und klicken sich weiter durch zu „System und Sicherheit“. Anschließend gehen Sie auf „Arbeitsspeicher und Prozessorgeschwindigkeit anzeigen“ und unter „System“ finden Sie nun Informationen zu Umfang und Auslastung des Arbeitsspeichers Ihres Systems.

Im nächsten Schritt dreht sich alles um die Frage: Gibt es noch ungenutzte Arbeitsspeichermöglichkeiten im System? Hierzu bieten zahlreiche Arbeitsspeicher-Onlinehändler auf Ihren Websites Software an, mit Hilfe derer Sie einen schnellen und automatischen Check-Up der Speicherkonfiguration Ihres Rechners durchführen können. Im Anschluss erhalten Sie zusätzlich eine Empfehlung zur bestmöglichen Erweiterung des Arbeitsspeichers und der Art von Speicherelementen, die kompatibel mit Ihrem PC sind, an.

 

Lösungen zur Arbeitsspeicheroptimierung

Nicht selten bauen sich PC-Besitzer zusätzliche Speichermodule in den Rechner und dennoch bleibt die ersehnte Systembeschleunigung aus. Grund dafür ist, dass bestimmte Systeme den neuen Arbeitsspeicher nicht ohne Umschweife nutzen können. Bei Windows 32-Bit-Versionen der Betriebssysteme Windows XP, Windows Vista und Windows 7 werden einer einzelnen Anwendung beispielsweise lediglich 2 GB Arbeitsspeicher zugeordnet. Hier ist die Durchführung eines 3-GB-Switch sinnvoll:

  • Windows XP: Unter Verwendung des Windows-Editor Notepads, öffnen Sie „C:\“ die Datei „Boot.ini“ und fügen hinter den Eintrag „„multi(0)disk (0)rdisk(0)partition(1)\WINDOWS=“Microsoft Windows XP Professional“ /fast detect /NoExecute=OptIn“ zusätzlich die Ergänzung „/3GB“ ein. Führen Sie im Anschluss einen Neustart von Windows durch.

 

  • Windows Vista und Windows 7: Hier agieren Sie einfach mit Hilfe des Bootloader-Tools BCEdit. Betätigen Sie den „Start“-Button und tragen Sie anschließend „cmd“ in die Kommandozeile ein. Nun die Tastenkombination [Strg Umschalt] gedrückt halten, und mit [Enter] bestätigen. Die Eingabeaufforderung wird sich jetzt öffnen und Sie geben via „copy and paste“ die Sequenz „BCDEDIT /set IncreaseUserVa 3072“ ein. Geben Sie nun Ihr „OK“ und führen Sie direkt danach einen Neustart Ihres Systems durch, so werden die Änderungen gleich von Ihrem Rechner übernommen. In der Regel kann der angepasste Arbeitsspeicher ab sofort genutzt werden.

 

Falsche Systemeinstellungen korrigieren

Sollte Ihr System trotz allem keine volle Leistung fahren, können fehlerhafte Systemeinstellungen dafür verantwortlich sein. Um diese zu berichtigen, gehen Sie über „Start“, geben in die Suchzeile „msconfig“ ein und bestätigen Sie im Anschluss per Eingabetaste. Nun wechseln Sie in das Register „Start“ und wählen den Punkt „Erweiterte Optionen“ aus. Daraufhin öffnet sich ein Fenster, in dem Sie die gesetzten Häkchen im Kontrollkasten „Maximaler Speicher“ herausnehmen. Nun per „OK“ zustimmen und den PC neustarten.

 

Bildquelle: Pascal Ballottin  / pixelio.de



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