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Neue SSDs von OCZ mit „Indilinx Martini“-Controller

18. November 2010

Der Speicherhersteller OCZ hat per Pressemitteilung neue Versionen seiner SSD-Serien „Vertex“ und „Colossus“ angekündigt. Sie werden durch ein „Plus“ im Namen gekennzeichnet und sollen eine höhere Leistung zu (relativ) günstigen Preisen bieten. Dabei setzt OCZ auf den neuen Indilinx-Controller „Martini“.

In der aktuellen Pressemeldung geht OCZ leider kaum auf die Spezifikationen der Serien „Vertex Plus“ und „Colossus Plus“ ein. Es heißt lediglich, dass die Leistung gegenüber den Vorgängern merkbar steigen soll und im Gegenzug der Preis pro Gigabyte geringer ausfällt. Die „neueste kosteneffektive NAND- und Controller-Technologie“ soll ihren Teil dazu beitragen, heißt es, ohne jedoch konkrete Informationen zur verwendeten Technik zu nennen. Die Vertex Plus soll dabei höhere sequentielle Transferraten und IOPS (4 KB random writes) bieten, während bei der Colossus Plus zumindest ein RAID-0-Verbund mit neuer „Indilinx-Technologie“ genannt wird, der ebenfalls höhere sequentielle Geschwindigkeiten und IOPS – angeblich über 20.000 IOPS bei 4 KB random writes – bieten soll. Schließlich werden noch die Kapazitäten genannt: Die Vertex Plus im 2,5-Zoll-Format soll es mit 32, 64 oder 128 GB geben und die Colossus Plus im 3,5-Zoll-Gewand mit bis zu 1 Terabyte.

Der Test der OCZ Vertex Plus bei den Kollegen von Anandtech verrät allerdings worum es sich bei der „neuen Technik“ konkret handelt. Statt eines Indilinx-Barefoot-Controllers, der bei den Vorgängern zum Einsatz kam, setzen die „Plus“-Modelle auf den neuen Indilinx Martini. Wie der Testbericht vermittelt, bietet die Vertex Plus tatsächlich eine messbar höhere Leistung im Vergleich zu SSDs mit Barefoot-Chip. Gerade beim Schreiben von Daten kann die SSD ordentlich zulegen und auch die Marke von 200 MB/s erreichen. Gegenüber der Konkurrenz aus dem Hause SandForce, Intel oder Marvell, sieht der „Martini“ allerdings oftmals alt aus. Dafür will man ja auch beim Preis punkten, wie OCZ ankündigt.

In unserem Preisvergleich werden die neuen Solid State Drives bereits bei einigen Händlern gelistet. Dabei zeigt sich, dass die frühen Preise der Vertex Plus noch viel zu hoch erscheinen. Selbst die schnellere Konkurrenz – auch aus eigenem Hause – ist teils günstiger. Dies kann sich mit breiter Verfügbarkeit erfahrungsgemäß allerdings noch ändern. Das 500-GB-Modell der Colossus Plus fällt mit derzeit 742 Euro gegenüber dem Vorgänger mit 1.100 Euro bereits deutlich günstiger aus. Vielleicht ist dies ein Indiz für ein deutlich besseres Preis-Pro-Gigabyte-Verhältnis der SSDs auf Basis der neuen Indilinx-Technik? Die Preise der kommenden Wochen und Monate werden es zeigen.

Quelle: computerbase.de




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