Mac OS X „Lion“ inspiriert vom iPad

Apple

Als Apple im Januar das iPad der Öffentlichkeit vorgestellt hat, zweifelten viele am praktischen Nutzen eines solchen Tablets. Für das Mac-Betriebssystem steht das Bedienkonzept des mit iOS betriebenen Geräts nun aber gar teilweise Modell. So manche im iPad verwirklichte Idee soll auch im kommenden Mac OS X 10.7 Einzug erhalten.

Neben der erweiterten Unterstützung von Multi-Touch-Gesten in verschiedenen Anwendungen wurde auch Grundlegendes verändert. In Mac OS X „Lion“ soll der Benutzer in einer – spielfilmreif „Mission Control“ genannten – Benutzeroberfläche nahezu alle Elemente mithilfe weniger Gesten oder Klicks erreichen können. Dazu werden „Exposé“, „Spaces“ und das Dashboard zu einer einzigen Ebene vereint.

Neu ist außerdem die Möglichkeit, Anwendungen im Vollbildmodus zu verwenden – sofern dies Sinn macht und von den Entwicklern implementiert wurde. In Verbindung mit neuen Multi-Touch-Gesten für das MacBook-Trackpad soll so beispielsweise komfortabler gelesen und im Web gestöbert werden können. Ebenso sollen Daten und der Zustand beim Beenden einer „App“ automatisch gespeichert werden und das Programm beim erneuten Aufrufen nahtlos fortgesetzt werden können, wie es auf den iOS-Geräten üblich ist.

Ganz besonders hob Apple-CEO Steve Jobs den App Store für Mac OS X vor. Dieser soll als zentrale Quelle für Software jeglicher Art dienen und ist laut Jobs „nicht der einzige, aber der beste Ort“, um den eigenen Mac mit neuer Software zu bespielen. Analog zum iOS-Pendant prüft der App Store automatisch, ob neue Versionen der bezogenen Anwendungen vorliegen und schlägt deren Installation vor. Einmal gekaufte Apps sollen dann auf allen Macs des Käufers einsetzbar sein.

Mac OS X 10.7 alias „Lion“ soll ab Sommer 2011 erhältlich und auf neuen Mac-Modellen wie gewohnt vorinstalliert sein. Zu den Preisen für ein Upgrade hat sich Apple bisher nicht geäußert. Der App Store soll zudem für die aktuelle Mac OS X-Version „Snow Leopard“ schon innerhalb der nächsten drei Monaten verfügbar sein.

Quelle: computerbase.de




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