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Apples iPhone zieht an Blackberry vorbei

19. Oktober 2010

Das iPhone-Geschäft läuft glänzend. Apple setzt mehr als doppelt so viele Handys ab wie im Vorjahresquartal. Trotzdem verliert die Aktie.

Apple verkauft so viele iPhones wie nie zuvor. Binnen drei Monaten konnte der Konzern 14,1 Mio. Handys absetzen, fast doppelt so viele wie im Vorjahresquartal. Bei einem Umsatz von mehr als 20 Mrd. Dollar verdiente Apple 4,3 Mrd. Dollar (3,1 Mrd. Euro). Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Gewinn um 70 Prozent. Das Geschäft von Apple war damit lukrativer als das von IBM. Nach Microsoft ist Apple inzwischen das zweitprofitabelste Technologie-Unternehmen in den USA.

Trotzdem verlor die Aktie am Dienstag zeitweise mehr als fünf Prozent ihres Wertes, was allerdings im Vergleich zum Jahresverlauf nicht allzu sehr ins Gewicht fällt. Seit Jahresbeginn hat der Konzern 50 Prozent an Wert gewonnen, im Mai überholte Apple im Börsenwert sogar seinen Konkurrenten Microsoft.

Die Erwartungen an den Konzern sind jedoch hoch. Insbesondere bei der Zahl der verkauften iPads, dem flachen Tablet-Computer von Apple, hatten die Analysten im vergangenen Quartal mehr erwartet. Apple verkaufte davon 4,2 Mio. Stück. Schätzungen gingen zuvor von 4,7 Mio. aus. Die Gewinnmarge sank von 41,8 auf 36,9 Prozent. Verantwortlich dafür ist hauptsächlich die relativ kostspielige Produktion des iPads.

Tatsächlich kämpft Apple mit Luxusproblemen. Vor allem bei der neuesten Version des Handys iPhone 4 hätte Apple mehr verkaufen können, doch die Produktionskapazitäten gaben nicht mehr her. Erst vor wenigen Tagen haben sich die Lieferfristen in Deutschland von mehr als zwei Monaten auf eine bis zwei Wochen verkürzt. Nach drei Jahren des exklusiven Vertriebs durch die Deutsche Telekom verkaufen demnächst auch Vodafone und O2 das iPhone in Deutschland. Inzwischen ist das iPhone bei 166 Netzbetreibern in 89 Ländern zu haben.

Quelle: welt.de




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